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Factoring: Wie finde ich die passende Abrechnungsstelle für die Zahnarztpraxis?

In vielen Zahnarztpraxen wird die Privatliquidation von einem externen Abrechnungsunternehmen übernommen. Meistens handelt es sich dabei um Anbieter von sogenanntem Factoring. Warum das so ist, welche Alternativen es gibt und wie sich ein passendes Factoring-Unternehmen finden lässt, klären wir in diesem Beitrag.

Was ist Factoring überhaupt?

Factoring ist eine besondere Form der am Markt verfügbaren Abrechnungsdienstleistungen. So sind beim sogenannten echten Factoring neben der Honorarabrechnung auch eine Vorfinanzierung (vorzeitige Auszahlung) der Honorare und die Übernahme des Ausfallrisikos (Delkredererisikos) inkludiert.

So profitieren Zahnärzte davon, ihr Honorar ausgezahlt zu bekommen, noch bevor der Patient seine Rechnung beglichen hat. Je nach Tarif ist der Auszahlungstermin vertraglich festgelegt (beispielsweise Überweisung des Honorars innerhalb von 7 oder 30 Tagen nach Einreichung der Abrechnungsdaten).

Vergleich der Abrechnungsformen
Abrechnungsform Ausfallrisiko Kosten
Honorarabrechnung verbleibt beim Arzt günstigste Abrechnungsform
Vorfinanzierung verbleibt beim Arzt meist teurer als Honorarabrechnung und günstiger als Factoring
Factoring geht auf Factor über teuerste Abrechnungsform

Neben diesem Liquiditätsvorteil wird das Risiko potenzieller Zahlungsausfälle (sogenanntes Delkredererisiko) vollständig vom Factoring-Anbieter übernommen. Um im Falle eines potenziellen Zahlungsausfalles nicht auf eigenen Fremdkosten sitzen zu bleiben, entscheiden sich Zahnärzte, die die Privatliquidation outsourcen, meistens für Factoring.

Privatabrechnung selbst durchführen oder auslagern?

Die Frage, ob die Privatabrechnung besser ausgelagert oder intern abgewickelt wird, z.B. durch eine eigene Abrechnungsmanagerin, ist nicht leicht zu beantworten. Vielmehr gibt es diverse Einflussfaktoren, die bei der Entscheidungsfindung zu berücksichtigen sind.

Variante 1: interne Abrechnung

Soll die zahnärztliche Privatabrechnung intern gelöst werden, wird üblicherweise eine ZFA mittels Abrechnungsfortbildung befähigt, das notwendige gebührenrechtliche Wissen zu erlangen, um die Abrechnung in der Praxis durchführen zu können. Anschließend wird die Privatabrechnung von dieser ZFA dann nebenbei erledigt. Ein häufig genannter und offensichtlicher Vorteil ist, dass die ZFA die Patienten üblicherweise bereits alle persönlich kennt.

Doch die interne Lösung birgt auch zahlreiche Risiken, die nicht zu unterschätzen sind. Denn im hektischen Alltag kommen auf diese ZFA fortan viele weitere Aufgaben zu: die Abrechnung von Privatleistungen, das Nachhalten von Geldeingängen, das eventuelle Versenden von Zahlungserinnerungen und Mahnungen bis hin zum Inkasso. Die dafür erforderliche Zeit fehlt an anderer Stelle. Zudem stellt sich die Frage, wer im Falle eines urlaubs- oder krankheitsbedingten Ausfalls der internen Abrechnungskraft die Abrechnung übernimmt bzw. wie lange diese unbearbeitet liegen bleiben kann.

Ein weiterer häufig unterschätzter Punkt ist das Thema Weiterbildung. Das Wissen um die aktuellen gebührenrechtlichen Entwicklungen und Entscheidungen ist obligatorisch, um eine nachhaltig korrekte Privatabrechnung vornehmen zu können. Die hierfür notwendigen Zeitfenster müssen seitens der Zahnarztpraxis eingeräumt werden.

Vor- und Nachteile der internen Abrechnung

Vorteile Nachteile
  • Patientennähe
  • Fixgehalt unabhängig vom Abrechnungsaufkommen
  • Herausforderungen bei Urlaub, Krankheit und Abwesenheiten
  • Zeit für Fortbildungen muss gewährleistet werden
  • Zusatzkosten für Fortbildungen
  • Gefahr von zu defensivem Vorgehen bei Zahlungsrückständen von Patienten

Variante 2: externe Abrechnung (Factoring)

Wird die Honorarabrechnung an ein externes Factoring-Unternehmen ausgelagert, übernimmt dieses die vollständige Abwicklung der Privatliquidation. Die übermittelten Daten werden auf Plausibilität überprüft, optimiert, der Rechnungsdruck und -versand übernommen und der Zahlungseingang überprüft. Im Falle von Zahlungsstörungen, wird das Inkasso seitens der Factors übernommen. Selbst bei einem Zahlungsausfall erhält die Zahnarztpraxis ihr Honorar. Ein weiterer großer Vorteil des Factorings ist die meist inkludierte Vorfinanzierung, also eine vorzeitige Auszahlung der Honorare.

Vor- und Nachteile der externen Abrechnung (Factoring)

Vorteile Nachteile
  • ganzjährig verfügbar
  • keine Ausfälle durch Urlaub, Krankheit, Schwangerschaft
  • Kenntnis aktueller Richtlinien und Gesetzesänderungen
  • umfangreiches Forderungsmanagement mit Mahnwesen und Inkasso
  • hohe Patientenzufriedenheit, da Teil- und Ratenzahlungen ermöglicht oder verlängerte Zahlungsfristen eingeräumt werden können
  • Delkredererisiko abgesichert (Honorarausfallschutz)
  • schnelle und direkte Erhöhung der Liquidität durch Vorfinanzierung
  • keine Patientennähe
  • kein Teil des Praxisteams

Passende Abrechnungsdienstleister finden

Sofern die Entscheidung für ein externes Abrechnungsunternehmen gefallen ist, stellt sich die Frage der Anbieterauswahl. Bei der Masse an medizinischen Factoring-Anbietern ist es nicht leicht, den Überblick zu behalten. Noch schwieriger ist es, den für sich passenden Anbieter in diesem intransparenten Markt ausfindig zu machen. Anbieter veröffentlichen häufig keine Konditionen und müssten individuell für ein Angebot angefragt werden.

Eine Unterstützung bei der Entscheidungsfindung können online Vergleichsrechner für medizinische Abrechnungsstellen sein. So können Zahnärzte auf Vergleichsplattformen wie abrechnungsstelle.com einen kostenlosen und unverbindlichen Vergleich passender Factoring-Dienstleister durchführen.

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Gehaltserhöhung für ZFA – 9 Strategien für eine erfolgreiche Verhandlung

Hast du dich beim Blick auf deine monatliche Gehaltsabrechnung schon mal gefragt, ob mehr drin sein könnte? Die Antwort lautet wahrscheinlich: Ja!

Und tatsächlich könntest du am Monatsende mehr auf deinem Konto haben, wenn du den Mut aufbringst, für dein Wunschgehalt einzustehen. Doch oft schleicht sich dieses unangenehme Gefühl ein. In Deutschland gilt noch immer die ungeschriebene Regel: Über Geld spricht man nicht. Und dann kommt der Gedanke: „Ich bin doch gar nicht gut im Verhandeln.“

Dieser Artikel widmet sich genau diesem Thema: Deiner nächsten Gehaltserhöhung als Zahnmedizinische Fachangestellte (ZFA).

Erfahre, wie du sowohl bei einem neuen Stellenangebot als auch in deiner aktuellen Position das bekommst, was du dir wünschst. Ich zeige dir effektive Strategien und überzeugende Argumente, die dir helfen werden. Mit einer guten Vorbereitung kannst du dein Wunschgehalt erreichen.

1. Ermittlung deines Wunschgehalts

In unserem Artikel „Gehalt als ZFA“ findest du die wichtigsten Begriffe zum Thema Vergütung. Wichtig ist, dass du weißt, wo du aufgrund deiner beruflichen Qualifikationen und Erfahrungen stehst. Du kannst dich am Vergütungstarifvertrag für Zahnmedizinische Fachangestellte orientieren, solltest diesen aber nicht als absolute Obergrenze betrachten.

Mit unserem speziellen ZFA-Gehaltsrechner kannst du dein Gehalt nach aktuellem Tarifvertrag ganz einfach berechnen. Das Ergebnis dient dir als solide Grundlage für deine Gehaltsverhandlung.

Informiere dich zusätzlich online über die branchenüblichen Gehälter. Es gibt zahlreiche Seiten mit Übersichten zu allen Berufen. Diese Angaben helfen dir, wenn du unsicher bist, was du beispielsweise als ZFA in einer Kieferorthopädie-Praxis oder als Zahnmedizinische Verwaltungsassistentin (ZMV) verdienen kannst.

Mit einer konkreten Gehaltsvorstellung in eine Verhandlung zu gehen, stärkt deine Position – egal ob du bei deinem aktuellen Arbeitgeber mehr Gehalt aushandeln möchtest oder im Vorstellungsgespräch nach deinen Gehaltsvorstellungen gefragt wirst.

Berücksichtige aber auch nicht-finanzielle oder andere monetäre Vorteile, die für dich attraktiv sein können. Welche das sein können, findest du ebenfalls in unserem Artikel über das ZFA-Gehalt. Dein Grundgehalt zusammen mit diesen zusätzlichen Benefits bilden deine Gesamtvergütung.

2. Antworten auf Gehaltsfragen im Vorstellungsgespräch

Dein (potenzieller) Arbeitgeber wird das Thema Gehalt garantiert ansprechen. Wenn du auf diese Frage nicht vorbereitet bist, gehen dir verschiedene Gedanken durch den Kopf, und deine Antwort fällt wahrscheinlich nicht zu deinem Vorteil aus. Setzt du deine Gehaltsvorstellung zu niedrig an, entgeht dir bares Geld. Forderst du zu viel, riskierst du, die Stelle nicht zu bekommen.

Wie beantwortest du also die Gehaltsfrage richtig?

Schauen wir uns zwei typische Szenarien an und wie du am geschicktesten darauf reagieren kannst.

#1 Was verdienen Sie aktuell?

Wenn du diese Frage beantwortest, sei ehrlich und nenne die Bruttosumme, die du derzeit erhältst. Arbeitgeber wollen einschätzen, ob sie sich dich „leisten“ können. Erwähne hier unbedingt auch die Zusatzleistungen, die du aktuell bekommst – zum Beispiel Fortbildungszuschüsse, Fahrtkostenzuschüsse, betriebliche Altersvorsorge, 13. Gehalt etc. So vermittelst du dem zukünftigen Arbeitgeber ein klares Bild deines Gesamtpakets. Schließlich willst du dich nicht verschlechtern. Wenn dein aktuelles Gehalt weit von deinen zukünftigen Vorstellungen entfernt ist, wäre es besser, der Frage auszuweichen und direkt deine aktuellen Gehaltsvorstellungen zu nennen.

#2 Was ist Ihre Gehaltsvorstellung?

Eine mögliche Antwort wäre: „Ich suche nach einer Möglichkeit, mein Gehalt zu verbessern.“ Nenne eine Gehaltsspanne, die für dich basierend auf deiner Recherche in Frage kommt. Betone aber auch, dass das Gesamtpaket stimmen muss und du auf dieser Grundlage verhandlungsbereit bist. Die Angabe einer Spanne gibt dir Spielraum, um später Benefits und unterschiedliche Arbeitszeiten (z.B. 38 vs. 40 Stunden) in die Verhandlung einzubeziehen.

Stelle am Ende eine direkte Gegenfrage: „Liegt das innerhalb Ihres Budgets?“

Diese Frage zwingt dein Gegenüber zu einer konkreten Antwort. Bei einem „Ja“ weißt du, dass du gute Karten hast. Bei einem „Nein“ kannst du nachfragen, wo die Vorstellungen auseinandergehen. Bei geringen Abweichungen liegt es an dir zu entscheiden, inwieweit du verhandlungsbereit bist. Frage nach dem Gesamtpaket, z.B. nach flexiblen Arbeitszeiten, Zuschüssen für Fortbildungen im Dentalbereich oder betrieblicher Altersvorsorge. Bekommst du dagegen eine Antwort wie: „Ihre Vorstellungen liegen weit von unseren entfernt“, ist die Stelle vermutlich ohnehin nicht die richtige für dich.

3. Nach dem erfolgreichen Vorstellungsgespräch: Angebot prüfen

Herzlichen Glückwunsch! Du hast im Vorstellungsgespräch überzeugt und ein Vertragsangebot erhalten. Bevor du vor Freude sofort unterschreibst, prüfe das Angebot sorgfältig anhand deiner vorher festgelegten Kriterien.

Ist die Stelle wirklich die richtige für dich?

Was gewinnst du? Worauf musst du eventuell verzichten? Werden die Punkte auf deiner Must-have-Liste erfüllt?

Hast du ein faires Angebot im Vergleich zum Vergütungstarifvertrag für Zahnmedizinische Fachangestellte erhalten? Entsprechen die Rahmenbedingungen und zusätzlichen Benefits deinen Vorstellungen zur beruflichen Weiterentwicklung? Bieten sie dir die Sicherheit, die du benötigst?

Bei zu großen Zweifeln solltest du hellhörig werden. Die klassische Pro-und-Contra-Liste kann hier eine gute Entscheidungshilfe sein. Welche Seite überwiegt?

4. Beförderungen innerhalb einer Zahnarztpraxis oder eines Unternehmens

Du möchtest den nächsten Karriereschritt gehen? Viele Arbeitgeber im zahnmedizinischen Bereich bieten die Möglichkeit, sich innerhalb des Unternehmens weiterzuentwickeln. Bei uns findest du eine Übersicht zu verschiedenen Aufstiegsfortbildungen für Zahnmedizinische Fachangestellte.

Bei Beförderungen innerhalb eines Unternehmens gibt es einen kleinen Haken: Deine Verhandlungspartner – sei es der Zahnarzt oder eine Personalverantwortliche – kennen dein aktuelles Gehalt, deine Stärken und Schwächen sowie deinen Ruf im Unternehmen.

Doch auch hier gilt: Gute Vorbereitung ist entscheidend!

Bewerte zunächst deinen Karrieresprung realistisch. Steigst du in der Hierarchie auf, zum Beispiel von der ZFA zur Praxismanagerin? Oder ist es eine horizontale Entwicklung, bei der du beispielsweise als ZFA in einer allgemeinen Zahnarztpraxis einen zusätzlichen Aufgabenbereich wie das Qualitätsmanagement übernimmst? Hier bleibst du hierarchisch auf derselben Ebene, erhältst aber mehr Verantwortung.

Bei einem Aufstieg in eine höhere Position hast du die besten Chancen auf eine deutliche Gehaltserhöhung. Wenn du auf deiner aktuellen Hierarchieebene bleibst, aber Zusatzaufgaben übernimmst oder in einen anderen Bereich wechselst, brauchst du mehr Verhandlungsgeschick und handfeste Argumente.

Der richtige Zeitpunkt

Sprich deinen Zahnarzt oder deine Chefin nicht zwischen Tür und Angel an und „überfalle“ ihn oder sie nicht mit deinen Gehaltswünschen. Am besten bittest du um einen konkreten Termin, weil du „über deine berufliche Weiterentwicklung in der Praxis sprechen möchtest“. Das gibt deinem Gegenüber die Möglichkeit, sich mental darauf einzustellen und selbst schon erste Überlegungen anzustellen.

Bleibe professionell und dränge deinen Arbeitgeber nicht in eine Ecke. Schließlich wollt ihr auch in Zukunft gut zusammenarbeiten, und das Gespräch soll für dich positiv ausgehen.

Das Verhandlungsgespräch vorbereiten

Bevor du in eine Gehaltsverhandlung gehst, ist es oberstes Gebot, dich gründlich vorzubereiten. Das gibt dir Sicherheit und hilft dir, für das einzustehen, was du verdienst.

  1. Erstelle eine Liste mit allen Aufgaben und Verantwortlichkeiten, die du hast. Notiere auch alle Zusatzaufgaben, die du übernimmst – selbst wenn sie dir klein oder unbedeutend erscheinen.
  2. Als Nächstes listest du alles auf, was du für die Zahnarztpraxis oder das Unternehmen erreicht hast. Dies sind deine unschlagbaren Argumente für eine Gehaltserhöhung.
  3. Bedenke: Es ist ein professionelles Gespräch. Dein Arbeitgeber möchte nicht hören, dass deine Miete gestiegen ist oder du einen Kredit abbezahlen musst. Das sind keine Argumente für eine Gehaltserhöhung. Sprich lieber darüber, was dich als Mitarbeiterin besonders auszeichnet. Nenne konkrete Fakten zu deinem Mehrwert als ZFA für die Praxis oder das Unternehmen. Du hast zum Beispiel zur Steigerung der Patientenzufriedenheit beigetragen, mehr Prophylaxe-Behandlungen verkauft als im Vorjahr, dich in der zahnärztlichen Abrechnung weitergebildet und dadurch die Einnahmen optimiert, oder einen neuen Lieferanten für den Praxisbedarf gefunden, der bessere Konditionen bietet. Du hast die Fortbildung zur ZMP (Zahnmedizinischen Prophylaxeassistentin) abgeschlossen und kannst nun eigenständig Prophylaxe durchführen, was zusätzliche Einnahmen für die Praxis bedeutet. Die Liste deiner wichtigen Aufgaben und deines positiven Beitrags zum Erfolg der Praxis ist sicherlich lang, und die Argumente sind so überzeugend, dass dein Arbeitgeber sie nicht ignorieren kann.
  4. Notiere auch, was dir selbst für die weitere Zusammenarbeit wichtig ist. Zum Beispiel: Neue Herausforderungen, mehr Verantwortung, Weiterbildungsmöglichkeiten, Gestaltungsspielraum oder die Praxis positiv nach außen zu repräsentieren. Dies zeigt deinem Chef oder deiner Chefin, welche Werte dir wichtig sind und ob sie mit seinen/ihren übereinstimmen.
  5. Führe jetzt dein aktuelles Vergütungspaket auf: monatliches Bruttogehalt, Arbeitsstunden, Sonderzahlungen sowie weitere monetäre und nicht-monetäre Benefits. Das gibt dir einen visuellen Überblick über deine derzeitige Vergütung. Daneben notierst du dein Wunschgehalt und eventuelle zusätzliche Benefits.
  6. Alles, was du bisher aufgeschrieben hast (deine Aufgaben, Verantwortungen, was dir in der Zusammenarbeit wichtig ist und das aktuelle Gehalt neben dem zukünftigen Gehalt), kannst du ordentlich in Word oder PowerPoint aufbereiten (Vorlagen im Internet helfen dir bei einem ansprechenden Design, wenn du selbst nicht viel Erfahrung mit PowerPoint hast). Nimm diese Unterlagen zum Verhandlungsgespräch mit. Sie geben dir zusätzliche Sicherheit, da du dich an deinem „Skript“ orientieren kannst. Zudem erhält dein Verhandlungspartner eine konkrete und visuelle Auflistung. Außerdem zeigt dies, wie intensiv du dich mit dem Thema auseinandergesetzt hast – ein weiterer Pluspunkt für dich.
  7. Gehe nicht mit einer eingeschüchterten Haltung in die Verhandlung. Denk daran, dass es nichts Persönliches ist. Die Verhandlung findet auf rein geschäftlicher Ebene statt. Dein Verhandlungspartner – sei es dein Chef oder eine Personalverantwortliche – zahlt dein Gehalt nicht aus eigener Tasche, sondern handelt im Namen des Unternehmens oder der Praxis.
  8. Wenn du einmal verhandelt und deine Forderungen gestellt hast, komm nicht später mit weiteren Punkten. Alles, was du verhandeln möchtest, solltest du direkt in der ersten Runde ansprechen und nicht nachträglich zusätzliche Wünsche äußern, wenn du dich bereits mit deinem Arbeitgeber geeinigt hast. Das wirkt unprofessionell und anmaßend. Deshalb ist eine gute Vorbereitung so wichtig.

Das Verhandlungsgespräch einleiten

Jetzt wird es ernst. Der Tag der Gehaltsverhandlung ist da. Ein möglicher Einstieg in das Gehaltsgespräch könnte so aussehen:

„Vielen Dank, dass Sie sich Zeit für mich nehmen. Heute möchte ich mit Ihnen über unsere weitere Zusammenarbeit sprechen. Ich fühle mich in der Praxis sehr wohl, mache meinen Job gern und verstehe mich mit dem Team ausgezeichnet. Im letzten Jahr habe ich mehr Verantwortung übernommen/die Projekte X und Y erfolgreich abgeschlossen/erfolgreich die Fortbildung zur ZMP abgeschlossen und dadurch diese und jene Tätigkeiten übernommen und wesentlich zum Erfolg unserer Praxis beigetragen… Ich freue mich über die Möglichkeit, mich bei Ihnen beruflich so gut weiterentwickeln zu können. Nach meiner Recherche bewegt sich das durchschnittliche Gehalt als Zahnmedizinische Fachangestellte in meinem Aufgabenbereich und mit meiner Erfahrung bei X Euro. Besteht hier die Möglichkeit einer Gehaltsanpassung aufgrund meines neuen Aufgabengebiets/der zusätzlichen Verantwortung?“

5. Umgang mit unerwarteten Situationen

Die Gegenseite lehnt deinen Gehaltswunsch ab

Das ist enttäuschend und frustrierend zugleich. Aber lass dich davon nicht entmutigen. Frage direkt nach dem konkreten Grund, warum der Arbeitgeber deine Gehaltsvorstellung nicht akzeptieren kann.

Das sind die häufigsten Gründe und wie du darauf reagieren kannst:

#1 Timing

„Der Zeitpunkt ist gerade ungünstig. Lassen Sie uns nächstes Jahr noch einmal darüber sprechen.“

Es gibt Situationen, in denen es tatsächlich nicht passt. Lass dich hier nicht auf zu lange Zeiträume ein. Wenn du kürzlich erfolgreich Projekte abgeschlossen oder herausragende Leistungen gezeigt hast, sind diese in einem Jahr möglicherweise in Vergessenheit geraten.

Was du erwidern kannst: „Mein Anliegen erfordert einen früheren Termin. Ich habe kürzlich diese und jene Erfolge/Leistungen erbracht, aufgrund derer ich eine Gehaltsanpassung für gerechtfertigt halte. Wenn Sie momentan viel zu tun haben, können wir gerne einen alternativen Termin in den nächsten vier Wochen vereinbaren.“

#2 Kein Budget

„Wir haben aktuell kein Budget für Gehaltserhöhungen.“

Sei auf diese Situation vorbereitet und antworte mit deinen vorher überlegten nicht-finanziellen Alternativen.

„Ich kann mir anstelle eines höheren Grundgehalts auch sehr gut vorstellen, über Zusatzleistungen zu verhandeln. Dabei dachte ich an Folgendes: …“

#3 Gehaltsrahmen im Unternehmen

„Sie verdienen bereits mehr als Ihre Kolleginnen und Kollegen.“

Es kann sein, dass du bereits über dem ZFA-Tarif verdienst oder mehr als andere in deinem Team. Das muss dennoch kein berechtigter Grund für eine Ablehnung sein. Versuche noch einmal, deine überzeugenden Argumente für den Gehaltswunsch und deinen Wert für die Praxis vorzubringen. Sollte dies auf taube Ohren stoßen, musst du möglicherweise überlegen, ob du dich nach Alternativen umsiehst.

#4 Ein nicht zufriedenstellendes Gegenangebot

Wenn du mit dem Angebot nicht zufrieden bist, frage direkt nach dem Grund für ein niedrigeres Angebot.

„Können Sie mir bitte konkret sagen, wo meine Leistungen nicht den Erwartungen entsprechen? Ich bin davon überzeugt, dass X Euro ein angemessenes Gehalt für meine Leistungen sind.“

Komm deinem Arbeitgeber mit dem Betrag etwas entgegen, aber weiche nicht zu stark von deiner ursprünglichen Forderung ab. So kannst du dich noch etwas herunterhandeln lassen. Dein Arbeitgeber kann dir in der Mitte entgegenkommen, und ihr beide habt ein Erfolgserlebnis.

Wenn sich am Gehalt wirklich nichts ändern lässt, kannst du alternativ nach anderen verhandelbaren Vertragspunkten fragen, z.B. ein leistungsbezogener Bonus, flexiblere Arbeitszeiten, ein Tag Home-Office pro Woche (falls in der Praxis möglich) usw.

6. Verhandlungsmythen entlarvt

Jeder hat seine eigenen Vorstellungen über Geld und die Einstellung von Arbeitgebern zu Gehaltsverhandlungen. Lassen wir einige dieser Mythen hinter uns.

#1 Die Zahnarztpraxis versucht, den bestmöglichen Deal für sich herauszuholen

Je größer die Unternehmen sind, desto mehr Richtlinien und Rahmenbedingungen haben sie. Das bedeutet, der Spielraum bei Gehaltsspannen oder individuellen Benefits neben den üblichen ist vorgegeben und oft an mehrere Hierarchieebenen gebunden, die zustimmen müssen. Besonders bei kleinen Praxen achten Arbeitgeber auf eine gerechte Vergütung bei ähnlichen Positionen.

Tatsache ist, dass Arbeitgeber im Allgemeinen das beste Angebot für ihre Mitarbeiter machen wollen, um auf dem Arbeitsmarkt wettbewerbsfähig zu sein und dich langfristig als Mitarbeiterin gewinnen und halten zu können.

#2 Gehalt offenlegen

Wenn du dein aktuelles Gehalt in einem Bewerbungsgespräch offenlegst, erhältst du ein niedrigeres Angebot.

Du hast trotzdem die Möglichkeit, deinen Wert zu vermitteln und zu erklären, warum du die beste Kandidatin für die Stelle bist. Argumentiere sachlich und klar, warum ein höheres Gehalt für dich absolut gerechtfertigt ist.

#3 Wenn ich das Angebot nicht annehme, bekommt jemand anders den Job

In der aktuellen Arbeitsmarktsituation, besonders im Gesundheitswesen, sind qualifizierte Fachkräfte wie ZFAs sehr gefragt. Vor allem wirklich gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind schwer zu finden.

Wenn deine Praxis schon einmal neue Kolleginnen oder Kollegen gesucht hat, hast du sicher mitbekommen, wie lange die Suche dauerte und wie wenige – oft zudem unpassende – Bewerbungen eingegangen sind.

Hast du bereits ein Angebot von einem Arbeitgeber erhalten, kannst du davon ausgehen, dass du überzeugt hast. Sie wollen dich einstellen. Sie halten dich für die beste Besetzung für die Position, unabhängig von anderen Bewerbern. Aktuell bist du in einer guten Position, Angebote und Arbeitgeber zu vergleichen. Vor allem unbefriedigende Angebote musst du nicht sofort annehmen. Du hast immer die Möglichkeit nachzuverhandeln und einen besseren Deal für dich zu erreichen. Sei selbstbewusst und fühle dich nicht als Bittstellerin.

#4 Ich kann nicht verhandeln

Ganz ehrlich: Die meisten von uns sind nicht gut im Verhandeln. Zahnärzte übrigens auch nicht. Das gehört nicht zu ihrer Ausbildung oder ihrem täglichen Geschäft. Das Gute daran: Du bist nicht allein. Und verhandeln kann man lernen. Es erfordert nur eine gute Vorbereitung und etwas Übung. Probiere vor einer Gehaltsverhandlung ein kleines Rollenspiel mit einer Kollegin oder einem Freund. Das gibt dir mehr Sicherheit.

7. Erste Gehaltsverhandlung nach der ZFA-Ausbildung

Eine besondere Herausforderung bei der Gehaltsverhandlung stellt sich für ZFAs nach der Ausbildung. Meist hat man hier neben der Ausbildung noch keine umfassende Grundlage, um mit Spezialwissen, umfangreicher Erfahrung oder Fortbildungen zu punkten.

Wie kannst du trotzdem ein zufriedenstellendes Gehalt aushandeln?

Recherche ist auch hier wieder das Wichtigste. Wie hoch ist das Einstiegsgehalt einer ZFA? Vergleiche es je nach Arbeitgeber: Allgemeine Zahnarztpraxis, Kieferorthopädie, Oralchirurgie oder andere Arbeitgeber im zahnmedizinischen Bereich. Du wirst Unterschiede feststellen.

Überzeuge den Arbeitgeber von deinem Wert und welchen positiven Beitrag du leisten kannst. Zeige deine bereits erreichten Erfolge. Was hast du während deiner Ausbildung schon Positives für die Ausbildungspraxis beigesteuert? Hattest du bereits eigene Verantwortungsbereiche?

Nur wenige Bewerberinnen und Bewerber erfüllen alle Anforderungen einer Stellenbeschreibung. Was dich aber aus der Masse heraushebt, ist deine Kommunikationsfähigkeit. Dies ist eine Kompetenz, die dir besonders als ZFA zugutekommen wird. Wie klar du dich ausdrücken kannst, in einer höflichen Art und Weise – ohne in die Umgangssprache zu verfallen. Zahnarztpraxen suchen vor allem auch nach Mitarbeiterinnen, die sich gut ins Team einfügen und keine Querschläger sind. Genauso wichtig ist ein respektvoller Umgangston mit den Patienten, auch wenn diese selbst nicht immer freundlich sind. Als ZFA bist du auch das Aushängeschild der Praxis. Kommunikation und eine gewisse Serviceorientierung gehören zum Job dazu und sollten im Vorstellungsgespräch als deine Stärken erkennbar sein.

Als Berufsanfängerin ist das Gehalt natürlich wichtig – endlich das erste „richtige“ Geld verdienen. Aber bedenke auch, dass deine neue Arbeitsstelle dir Entwicklungsmöglichkeiten bieten sollte. Was kannst du in deiner neuen Position lernen? Wie trägt sie zu deinem persönlichen und beruflichen Wachstum bei?

Diese Fragen kannst du direkt im Vorstellungsgespräch ansprechen. Erkundige dich nach den Möglichkeiten und Perspektiven innerhalb der Position. Wie sieht die Einarbeitung aus? Gibt es eine erfahrene Kollegin, die ihr Wissen mit dir teilen kann? Finden regelmäßige Mitarbeitergespräche zur beruflichen Entwicklung statt? In welchen Abständen?

Der Berufseinstieg ist sowohl beängstigend als auch aufregend. Höre dir Stellenangebote genau an und stelle Fragen. Nimm dir Zeit, um deine Gesamtvergütung (Gehalt plus zusätzliche Benefits) zu vergleichen und deine Möglichkeiten zu prüfen.

8. Dein Trumpf in der Verhandlung

„Unter welchen Umständen würden Sie mir X Euro zahlen?“ ist die beste Formulierung in der Gehaltsverhandlung. Damit bringst du deinen Chef oder deine Chefin zum Nachdenken, und ihr könnt gemeinsam Strategien entwickeln, von denen beide Seiten profitieren.

9. Tipps speziell für Frauen im Verhandlungsgespräch

Allgemein ist es kein Geheimnis, dass Frauen in gleichen Positionen oft weniger verdienen als Männer. Nun ist der ZFA-Beruf nach wie vor ein typischer Frauenberuf, und Gehaltsunterschiede zwischen Zahnmedizinischen Fachangestellten liegen eher an der geografischen Lage oder dem einzelnen Arbeitgeber. Dennoch finden Gehaltsgespräche häufig mit männlichen Verhandlungspartnern statt.

Insbesondere Frauen haben oft unbewusste Glaubenssätze über sich selbst und ihre Einstellung zu Geld. Sie befürchten, zu fordernd zu wirken, wenn sie nach mehr Geld fragen. Viele können besser für andere eintreten als für ihre eigenen Bedürfnisse. Oder sie sind unsicher, was ihnen zusteht und wann der richtige Zeitpunkt für Verhandlungen ist. Manche befürchten, dass Gehaltsverhandlungen ein negatives Licht auf sie werfen, oder verbinden sie mit Konfrontation aufgrund früherer schlechter Erfahrungen.

Erkennst du dich hier irgendwo wieder?

Es gibt Strategien und Übungen, die dir helfen können. Betrachte Verhandlungen generell als Chance und Gelegenheit, deine Fähigkeiten zu zeigen und dein Selbstvertrauen zu stärken. Was du jetzt aushandelst oder wofür du jetzt einstehst, wird für längere Zeit dein Einkommen bestimmen.

Übe so lange, bis du dich sicher fühlst. Arbeite deine Argumente aus. Gehe verschiedene Szenarien durch und überlege, wie du auf bestimmte Situationen reagieren könntest. Das macht den Ernstfall weniger stressig, und du hast die richtigen Worte parat. Jeder Schauspieler übt seine Texte so lange, bis sie ihm natürlich über die Lippen gehen, bevor er die Bühne betritt.

Eine erfolgreiche Verhandlung basiert letztendlich auf guter Kommunikation und überzeugenden Argumenten.

Und jetzt…

… trau dich!

Arbeite deine unschlagbaren Argumente für mehr Gehalt aus, überlege dir deine Rahmenbedingungen für die Gehaltsverhandlung und vereinbare einen Termin mit deinem Vorgesetzten. Denn ein wertschätzendes und attraktives Vergütungspaket (Gehalt, monetäre und nicht-monetäre Benefits) ist ein wesentlicher Bestandteil eines erfüllenden Jobs und trägt erheblich zu mehr Zufriedenheit im persönlichen Leben bei.

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10+ Geschenkideen für ZFA

Kaum ist Halloween vorbei, sind die Geschäfte bereits mit Lebkuchen, Christstollen und Schokoweihnachtsmännern gefüllt. Ich gehöre zu denjenigen, die lieber frühzeitig nach Geschenken für ihre Liebsten suchen, als im Dezember durch überfüllte Einkaufszentren zu hetzen – auch wenn diese in diesem Jahr vielleicht etwas weniger voll sein werden. Und zu den Menschen, die mich das ganze Jahr über im Praxisalltag begleiten, gehören natürlich auch meine ZFA-Kolleginnen und Kollegen.

Wir haben euch in unserer Instagram-Story gefragt: Über welche Geschenke würden sich ZFAs wirklich freuen?

Auch in vielen ZFA-Foren taucht regelmäßig die Frage nach tollen Geschenkideen für Zahnmedizinische Fachangestellte auf.

Ein besonderes Geschenk: Benefits fürs neue Jahr

Eine außergewöhnliche Geschenkidee, die langfristig Freude bereitet: Ein neuer Benefit fürs kommende Jahr als Weihnachtsgeschenk fürs Team. Dies zeigt besondere Wertschätzung und kommt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das ganze Jahr zugute.

Einige Ideen für solche „Benefit-Geschenke“, die sich perfekt als Weihnachtsüberraschung in der Zahnarztpraxis eignen:

Ein monatlicher Zuschuss für Prophylaxe-Behandlungen oder Wellnessangebote fördert die Gesundheit des Teams. Gerade nach den anstrengenden Wintermonaten, in denen ZFAs oft mit Erkältungswellen und erhöhtem Patientenaufkommen zu kämpfen haben, wird dieser Benefit besonders geschätzt. Eine Alternative wäre ein Zuschuss für den öffentlichen Nahverkehr – das entlastet nicht nur den Geldbeutel, sondern ist auch noch nachhaltig.

Eine weitere Möglichkeit ist die Einführung eines freien Nachmittags pro Monat oder „Early Finish Fridays“. Dabei können Teammitglieder rotierend freitags eine Stunde früher Feierabend machen. Ein Rotationssystem stellt sicher, dass die Zahnarztpraxis durchgehend besetzt bleibt und trotzdem alle regelmäßig in den Genuss eines frühen Wochenendes kommen. Solche Zeitgeschenke werden oft mehr wertgeschätzt als materielle Dinge und lassen sich gut in den Praxisablauf integrieren.

Auch ein monatlicher Zuschuss für ergonomisches Arbeitszubehör, etwa spezielle Sitzkissen oder rückenschonende Arbeitshilfen, kann den oft körperlich anstrengenden Alltag in der Zahnarztpraxis erleichtern. Alternativ kommt ein wöchentliches „Gesundes Frühstück“ gut an, das den Teamgeist stärkt und für einen energiereichen Start in den Tag sorgt.

Weitere attraktive Benefits speziell für Zahnarztpraxen findet ihr in unserem Mitarbeitervorteile-Generator.

Weitere beliebte Geschenkideen

Und hier kommen eure meistgenannten Antworten mit tollen Ideen für Geschenke für ZFAs. Die Geschenke eignen sich nicht nur zu Weihnachten, sondern auch zum Geburtstag oder zum Praxisjubiläum.

Ich habe die Liste um einige Dinge erweitert, die ich selbst schon verschenkt habe bzw. geschenkt bekommen habe und worüber ich mich sehr gefreut habe.

Wenn ihr weitere Anregungen habt, lasst mir gerne einen Kommentar da mit den schönsten Geschenken, die ihr mal von der Praxis bekommen habt oder welche Geschenkideen ihr für eure ZFA-Kollegen habt.

Also, viel Spaß beim Stöbern!

Nachhaltiges Beauty-Set

Ein umweltfreundliches Beauty-Set mit festen Shampoos, natürlichen Seifen und wiederverwendbaren Abschminkpads ist das perfekte Geschenk für umweltbewusste ZFAs. Die hautschonenden, nachhaltigen Produkte ohne Mikroplastik und mit natürlichen Inhaltsstoffen pflegen strapazierte Haut nach langen Praxistagen. Besonders beliebt: Pflegeprodukte mit entspannenden Düften wie Lavendel oder belebenden Noten wie Zitrus, die für Wohlbefinden sorgen. In einer schönen Aufbewahrungsbox verpackt, ist das Set nicht nur praktisch, sondern auch ein echter Hingucker im Badezimmer.

Luxuriöse Handcreme-Set

Häufiges Händewaschen und Handschuhtragen strapaziert die Haut. Ein Set mit hochwertigen Handcremes in verschiedenen Düften ist daher ein Geschenk, das jede ZFA zu schätzen weiß. Die reichhaltigen Formulierungen ziehen schnell ein, hinterlassen keinen fettigen Film und pflegen die beanspruchte Haut intensiv. Die handlichen Tuben passen perfekt in die Handtasche oder Schreibtischschublade.

Stylische Berufskleidung

Funktionale Berufskleidung kann durchaus modisch sein! Designer-Kasacks oder moderne Arbeitshosen mit schmeichelndem Schnitt machen auch im Praxisalltag eine gute Figur. Ob mit dezenten Zahnmotiven, in trendigen Farben oder mit eleganten Details – hochwertige Berufskleidung verbindet Funktionalität mit Stil und sorgt dafür, dass sich ZFAs bei der Arbeit nicht nur professionell, sondern auch wohl fühlen.

Entspannungs-Massage-Set

Nach einem langen Tag am Behandlungsstuhl in oft ungünstigen Körperhaltungen ist Entspannung wichtig. Ein Massage-Set mit Nackenmassagegerät, Faszienrolle für den Rücken und Massageball für die Füße hilft, Verspannungen zu lösen und die Muskulatur zu regenerieren. Das perfekte Geschenk für ZFAs, die häufig unter berufsbedingte Rücken- und Nackenschmerzen leiden.

Luxuriöses Fußpflege-Set

ZFAs stehen den ganzen Tag – da verdienen die Füße besondere Aufmerksamkeit. Ein hochwertiges Fußpflege-Set mit Peeling, nährender Creme, Fußbad und kuscheligen Entspannungssocken bietet alles für die perfekte Fußpflege zuhause. Die enthaltenen Produkte mit natürlichen Inhaltsstoffen wie Minze und Lavendel kühlen, entspannen und pflegen beanspruchte Füße nach einem anstrengenden Arbeitstag.

Aromatherapie-Diffuser für zuhause

Nach einem Tag voller Praxisgerüche ist ein angenehmes Ambiente zuhause besonders wichtig. Ein eleganter Aromatherapie-Diffuser verströmt wohltuende Düfte und schafft eine entspannende Atmosphäre. Mit verschiedenen ätherischen Ölen wie Lavendel für Entspannung, Zitrone zur Auffrischung oder Eukalyptus zur Atemwegsreinigung kann die Stimmung je nach Bedarf angepasst werden. Ein stilvolles Wohnaccessoire, das gleichzeitig das Wohlbefinden fördert.

Wellness-Geschenkkorb

Ein liebevoll zusammengestellter Wellness-Korb ist das perfekte Geschenk für ZFAs, die täglich Höchstleistungen erbringen. Mit einer Auswahl an Verwöhnprodukten wie einer Gesichtsmaske (ideal nach langem Tragen des Mundschutzes), entspannendem Badeöl, einer Schlafmaske für erholsame Nächte und hochwertiger Schokolade bietet dieser Geschenkkorb alles für wohlverdiente Me-Time. Eingepackt in einem wiederverwendbaren, schönen Korb macht er optisch und inhaltlich etwas her.

Zeitschriften-Abonnement

Ein Abonnement einer Lifestyle- oder Fachzeitschrift ist ein Geschenk, das das ganze Jahr Freude bereitet. Ob Dental-Fachzeitschrift zur beruflichen Weiterbildung oder Lifestyle-Magazin zum Abschalten – regelmäßige Lektüre bietet Inspiration und Entspannung. Bei digitalen Abos hat die Beschenkte ihre Lieblingslektüre immer dabei – perfekt für die Mittagspause oder den Arbeitsweg.

Personalisierte Yoga- oder Fitnessmatte

Für den Ausgleich nach der Arbeit: Eine hochwertige Yoga- oder Fitnessmatte mit eingeprägtem Namen oder motivierendem Spruch motiviert zu regelmäßiger Bewegung. Besonders ZFAs, die den ganzen Tag in teils unergonomischen Positionen arbeiten, profitieren von ausgleichendem Training. Die rutschfeste, leicht zu reinigende Matte ist der perfekte Begleiter für Yoga, Pilates oder Fitnessübungen – zu Hause oder im Kurs.

Also, viel Spaß beim Verschenken und Freude bereiten!

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Führen auf Augenhöhe: Praxismanagerin in der Arzt- oder Zahnarztpraxis

Wie kaum eine andere Branche verändert sich das Gesundheitswesen ständig: Forschung, Technologie und Gesetzgebung bringen praktisch täglich Neuerungen für den Berufsalltag von Medizinischen und Zahnmedizinischen Fachangestellten. Zusätzlich sorgt der Trend zu Berufsausübungsgemeinschaften (BAG) und Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) für Strukturwandel und einen zunehmend anspruchsvollen Praxisalltag. Immer mehr Arzt- und Zahnarztpraxen leisten sich deshalb eine Praxismanagerin, die neben dem medizinischen und verwaltungstechnischen Fachwissen zusätzlich Management- und Führungsqualitäten ins Team einbringt. Doch was genau sind die Aufgaben einer Praxismanagerin und für wen lohnt sich eine entsprechende Weiterbildung? 

Ob 3 oder 50 Mitarbeitende, ob Einzelpraxis, Praxisgemeinschaft, Berufsausübungsgemeinschaft oder MVZ, auf dem Land oder in der Stadt, ob mit Spezialisierung oder ohne: Eine Praxismanagerin tut jeder Praxis gut. Sie sorgt für optimale Prozesse, eine angenehme Atmosphäre und unterstützt den wirtschaftlichen Erfolg der Praxis. Als Bindeglied zwischen Praxisteam und Praxisleitung sorgt sie für Klarheit und erfolgreiche Kommunikation. Sie trägt maßgeblich dazu bei, dass jedes Teammitglied sich wohlfühlen und sein berufliches Potenzial entfalten kann. Die Position bringt ein Mehr an Verantwortung im Beruf und oftmals ein entsprechend höheres Gehalt. 

Der Berufsalltag der Praxismanagerin 

Bei der Praxismanagerin laufen alle Fäden zusammen, ihre Kernaufgabe ist der Überblick und die Organisation über den Praxisbetrieb. Sie führt das Team auf Augenhöhe und leitet meist auch die Teambesprechungen. Sie erledigt nicht alle Aufgaben selbst, sondern verteilt diese effizient und sinnvoll, definiert Standards und optimiert Prozesse. Die Praxismanagerin legt im Austausch mit Team und Praxisleitung die Standardprozesse für Terminmanagement, Dienst- und Urlaubsplanung und die Praxisorganisation insgesamt fest. Oft ist sie die erste Ansprechpartnerin für Kolleginnen und Kollegen, wenn es um persönliche Situationen, den Wunsch nach Veränderung oder Probleme geht. Einer Kollegin kann man vieles besser erzählen als direkt der Praxisleitung. Umgekehrt fällt es auch der Praxisleitung oft leichter, Anliegen und Ideen zunächst gegenüber der Praxismanagerin zu formulieren statt vor dem ganzen Team – Teamführung lernen Ärzte schließlich nicht im Medizinstudium, und eine Praxismanagerin, die bei dieser schwierigen Aufgabe unterstützt, sorgt für Entlastung auf beiden Seiten, erfolgreiche Kommunikation und Konfliktbewältigung sowie eine vertrauensvolle Atmosphäre. 

Werte leben – Vorbild sein

Die Praxismanagerin hat eine Vorbildfunktion, indem sie als Führungskraft Werte auch selbst vorlebt: Viele Praxen haben ein Leitbild und arbeiten nach Werten wie Patientenorientierung, Qualität, Transparenz, Herzlichkeit oder Nachhaltigkeit. Die Praxismanagerin achtet gemeinsam mit dem ganzen Team darauf, dass die praxiseigenen Werte auch gelebt werden können. Auch in Sachen Selbstmanagement ist die Praxismanagerin ein Vorbild: Wer andere führt, muss zunächst sein eigenes Aufgaben- und Zeitmanagement im Griff haben. Neben Organisationstalent, Empathie, Diplomatie und guten Kommunikationsfähigkeiten sind deswegen ein gesundes Selbstwertgefühl und die Kenntnis der eigenen Leistungsfähigkeit wie auch deren Grenzen wichtige Eigenschaften einer Praxismanagerin. 

Weiterbildung lohnt sich 

Praxismanagement ist eine Führungsaufgabe. Deswegen sind Persönlichkeitsentwicklung, Selbst- und Zeitmanagement wichtige Aspekte einer hochwertigen und hilfreichen Weiterbildung zur Praxismanagerin. Praxismanagerin ist allerdings keine geschützte Berufsbezeichnung und es gibt sehr viele Fortbildungsanbieter, die unterschiedlichste Schwerpunkte setzen. Nur Fortbildungen, die sich speziell an Medizinische bzw. Zahnmedizinische Fachangestellte und keine andere Berufsgruppe richten, vermitteln Expertenwissen aus der medizinischen und zahnmedizinischen Praxis. Ein Indiz für Qualität kann auch die Dauer sein: In einem kurzen Wochenendseminar kann keine umfassende und fundierte Ausbildung zur Praxismanagerin gelingen. Fortbildungen, die sich über ein Jahr und länger ziehen, können hingegen an den Bedürfnissen der Teilnehmenden und der Praxis vorbeigehen. Eine hochwertige Weiterbildung zur Praxismanagerin vermittelt auch unternehmerisches Denken und das stetige Bewusstsein, dass eine Praxis ein Unternehmen ist, dass wirtschaftlich zu führen ist. Vor diesem Hintergrund tragen ausgebildete Praxismanagerinnen oftmals zu einem verbesserten Betriebsergebnis bei – und ebnen damit auch den Weg für ein höheres persönliches Einkommen. Praxismanagerinnen können von außen oder aus den eigenen Reihen kommen. Medizinische bzw. Zahnmedizinische Fachangestellte, aber auch Quereinsteigende, die nicht über das medizinische Fachwissen aus drei Jahren staatlicher Ausbildung verfügen, können grundsätzlich Praxismanagerin werden. Im berufsbegleitenden digitalen Fernlehrgang Zertifizierte Praxismanagerin in der Arzt- bzw. Zahnarztpraxis des PKV Instituts gewinnen Teilnehmerinnen Fachwissen über Teamleitung, Praxisorganisation, Praxis-BWL, Abrechnung, Praxismarketing, QM, Arbeitsrecht und Patientenbetreuung, das sie direkt in der Praxis anwenden können. 

Sie sind nicht sicher, ob Sie die geborene Praxismanagerin sind? Nur Mut, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, wir wachsen und entwickeln uns weiter, wenn wir unsere Komfortzone verlassen. Welchen Bereich in Ihrer Praxis würden Sie gerne optimieren? Ihr Terminmanagement, Ihre Patientenbetreuung, Ihr Praxismarketing oder etwas ganz anderes? Machen Sie Vorschläge und nehmen Sie dieses Projekt in die Hand. So können Sie Erfahrungen aus dem Aufgabenbereich einer Praxismanagerin sammeln – und vielleicht sich selbst und andere überraschen.

Liebe Grüße
Kira

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Fortbildung neben dem Beruf: Welche passt zu mir?

Gastbeitrag des PKV Instituts

Das Gesundheitswesen verändert sich ständig: Neue Technologien, sich wandelnde Rahmenbedingungen und Änderungen in der Gesetzgebung prägen den Berufsalltag der Medizinischen Fachangestellten sowie der Zahnmedizinischen Fachangestellten. Ob sie mit ihrer aktuellen Funktion in der Praxis rundum zufrieden sind oder sich verändern wollen: Von der richtigen Weiterbildung können MFAs und ZFAs enorm profitieren und ihr volles berufliches Potenzial entfalten.

Den wenigsten MFAs und ZFAs ist bewusst, was sie tagtäglich leisten und wo ihre besonderen Stärken liegen. Statt der tausendsten To-do-Liste kann hier eine so genannte „Ta-da-Liste“ helfen: Eine Ta-da-Liste ist eine Liste, in der man alles notiert, was man im Laufe des Tages bzw. im Laufe einer Woche tut. Schon beim Schreiben wird vielen klar, welche persönlichen Stärken sie in den Beruf mitbringen – etwa ein Talent für Organisation und Management, die Fähigkeit zu effektiver Kommunikation oder ein gutes Gespür für Menschen und Teams. Diese wertvollen Fähigkeiten sind alles andere als selbstverständlich: Sie machen uns als Menschen aus.

Wer sich seiner Stärken bewusst ist, kann sein Arbeitsumfeld mitgestalten und die Praxis so zu einem Wohlfühlort machen – für Patientinnen und Patienten, für Kolleginnen und Kollegen, für die Praxisleitung und nicht zuletzt für sich selbst.

Den Ist-Zustand analysieren und Perspektiven entwickeln

Sehen Sie sich Ihre Ta-da-Liste noch gründlicher an: Viele Aufgaben sind vertraute Routinen, andere vielleicht noch immer eine Herausforderung. Manche Aufgaben machen besonders viel Spaß, manche nerven eher. Für manche brauchen Sie mehr Zeit, als Ihnen lieb ist, weil Ihnen das Fachwissen fehlt oder weil Rahmenbedingungen, etwa für konzentrationsintensive Aufgaben, noch nicht optimal sind. Markieren Sie alles, was Sie gerne tun.

Sprechen Sie mit Ihrem Team: Vielleicht gibt es für Sie die Möglichkeit, diese Aufgaben öfter zu übernehmen und dafür andere Aufgaben abzugeben. Hören Sie in sich hinein: Haben Sie Lust, in einem bestimmten Bereich mehr Verantwortung zu übernehmen und Neues zu lernen? Möchten Sie Bekanntes auffrischen und vertiefen? Bei bestimmten Aufgaben mehr Sicherheit gewinnen?

Wenn Sie gerne organisieren, könnten Sie sich zur Praxismanagerin in der Arztpraxis bzw. Zahnarztpraxis weiterbilden. Wollen Sie Abrechnungsprofi werden und lernen, wie diese anspruchsvolle Aufgabe richtig Spaß macht? Dann bilden Sie sich doch zur Abrechnungsmanagerin in der Arztpraxis bzw. Zahnarztpraxis fort. Haben Sie den Blick fürs große Ganze und können Anforderungen klar und präzise kommunizieren und dokumentieren? Dann wäre eine Fortbildung im Bereich Qualitätsmanagement eine Möglichkeit. Wer sich für IT begeistert, sollte eine Weiterbildung zur Datenschutzbeauftragten in Betracht ziehen, denn Fragen rund um Datenschutz und Datenmanagement werden mit der zunehmenden Digitalisierung im Gesundheitswesen noch wichtiger werden. Infektionsprävention und Gesundheitsschutz durch entsprechende Hygienestandards fallen in den Verantwortungsbereich der Hygiene- und Sterilgutbeauftragten. Auch in diesem Bereich gibt es zertifizierte Fortbildungen für MFAs und ZFAs. Vielleicht sind Sie mit Ihren sozialen und fachlichen Kompetenzen die geborene Führungskraft? Dann könnte für Sie eine Fortbildung zur Teamleitung interessant sein. Wer nach einer längeren Pause wieder oder auch quer in das Tätigkeitsfeld der MFA einsteigen will, kann sich mit einer speziellen Fortbildung zum Wiedereinstieg/-Quereinstieg auf den neuesten Stand bringen und erste Sicherheit gewinnen.

Licht in den Dschungel bringen: Die richtige Fortbildung finden

Eine Fortbildung sollte nicht nur zu den eigenen Stärken und Interessen passen, sondern auch zur aktuellen Lebenssituation: Auch wenn sie Spaß macht, ist und bleibt eine Fortbildung neben Beruf und Familienleben eine Herausforderung. Beachten Sie deshalb bei der Recherche von Fortbildungsangeboten die Umstände und Rahmenbedingungen:

  • Wie viel Zeit kann ich realistisch pro Woche aufwenden?
  • Kann ich mir die Zeit bei meiner angestrebten Fortbildung selbst einteilen?
  • Ist der Fortbildungsanbieter spezialisiert auf mein Berufsbild? Wird er von Berufskolleginnen und -kollegen weiterempfohlen?
  • Unterstützt die Praxisleitung meinen Wunsch zur Fortbildung? Welche Erwartungen werden in Zusammenhang mit der Fortbildung an mich gestellt? Was erwarte ich selbst?
  • Gibt es bei meiner angestrebten Fortbildung Präsenztermine, zu denen ich anreisen müsste oder kann ich alles digital absolvieren?
  • Kann ich mich mit anderen Lernenden austauschen?
  • Welche Unterstützung erhalte ich beim Lernen?

Um dauerhaft auf dem Laufenden zu bleiben, lohnt es sich, spezielle Newsletter für MFAs und ZFAs zu abonnieren, etwa die Beratungsbriefe des PKV Instituts: MFA exklusiv bzw. ZFA exklusiv sowie ABRECHNUNG exakt. Auch gibt es hier die Möglichkeit, ein monatlich kündbares Online-Seminar-Programm zu abonnieren und beispielsweise Quartals-Updates zur Abrechnung zu erhalten. Je nach Abo können Sie dabei an Seminaren aus diesen sechs Lernfeldern teilnehmen: Abrechnung, Kosten senken & Umsatz steigern, Kommunikation & Führung, Praxisorganisation & QM, Medizinwissen und Persönlichkeitsentwicklung. Mit den Beratungsbriefen und den Online-Seminaren können MFAs und ZFAs das eigene Fachwissen gezielt vertiefen, auf dem neusten Stand bleiben, neue Impulse bekommen und Perspektiven entwickeln.

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Berufsbegleitendes Studium – was bringt es?

Mein Name ist Kristin und ich habe 2007 meine Ausbildung zur (damals noch) Arzthelferin erfolgreich abgeschlossen. In diesem Erfahrungsbericht möchte ich euch als (Zahn)Medizinische Fachangestellte zeigen, welche Chancen euch ein berufsbegleitendes Studium im Gesundheitswesen eröffnen kann. Dabei gehe ich offen auf die Vorteile, aber auch auf die Herausforderungen ein, die mir während dieser Zeit begegnet sind.

Obwohl ich ursprünglich in der Humanmedizin begonnen habe, sind die beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten und täglichen Herausforderungen für ZFAs sehr vergleichbar – der Dentalbereich bietet ebenso vielschichtige Karrierechancen wie die Allgemeinmedizin.

Nach meiner Ausbildung absolvierte ich zunächst einige kleinere Fortbildungen. Nach sechs Jahren in einer Hausarztpraxis wechselte ich zu einer Privatklinik, weil ich nach neuen beruflichen Herausforderungen suchte. Anfangs gefiel mir die Arbeit gut, doch nach der Einarbeitungszeit merkte ich schnell, dass ich nicht vollständig ausgelastet war. Sobald der Praxisalltag zur Routine wurde, empfand ich die tägliche Wiederholung derselben Aufgaben als langweilig und fühlte mich geistig unterfordert.

Der Weg zur Praxismanagerin

Meine Karriere nahm nach zwei Jahren einen bedeutenden Sprung, als ich die Position der Praxismanagerin und Assistentin des Ärztlichen Direktors übernahm. Doch auch hier stellte sich irgendwann Routine ein. Ich fühlte mich nicht mehr gefordert, erlernte nichts Neues und alles begann mich zu frustrieren. Die Patienten, mein Vorgesetzter, sogar meine geschätzten Kolleginnen, die mittlerweile zu Freundinnen geworden waren.

Was einst mein Traumjob war, entwickelte sich zu einer täglichen Belastung. Das morgendliche Aufstehen wurde zur Qual. Ich wartete eigentlich nur noch auf das Wochenende oder den nächsten Urlaub. Eine Veränderung war notwendig. Fest stand für mich, dass ich weiterhin im Gesundheitswesen arbeiten wollte. Die Branche begeistert mich und der medizinische Bereich liegt mir am Herzen. Allerdings strebte ich nach mehr Verantwortung, eventuell weniger direktem Patientenkontakt und natürlich wäre eine bessere Vergütung auch willkommen gewesen. Aber wie konnte ich das erreichen?

Die Suche nach der passenden Weiterbildung

Ich wollte eine Fortbildung, die mir anschließend echte berufliche Perspektiven eröffnet. Mit einem Abschluss, der mir vielleicht irgendwann auch Wege außerhalb der klassischen Praxistätigkeit ermöglichen könnte. Den Überblick über das Fortbildungsangebot im Gesundheitswesen zu behalten, erwies sich als Herausforderung. Ich wusste nicht, welche Informationsquellen vertrauenswürdig sind und welchen konkreten Nutzen die einzelnen Weiterbildungen für meine Karriere haben würden.

Für ZFAs existieren fachspezifische Fortbildungen wie die zur Zahnmedizinischen Verwaltungsassistentin (ZMV), zur Dentalhygienikerin (DH) oder zur Zahnmedizinischen Prophylaxeassistentin (ZMP). Ähnlich wie bei meiner MFA-Ausbildung stellte sich mir die Frage: Welcher Kurs ist für mich der richtige, wenn ich langfristig völlig neue berufliche Wege einschlagen möchte?

Welche Weiterbildungsoption passt zu mir?

Fortbildung, Weiterbildung oder Studium? Berufsbegleitendes Studium oder Vollzeitstudium? Fernstudium oder Präsenzveranstaltungen? Welche beruflichen Möglichkeiten eröffnet mir dieser oder jener Abschluss konkret? Und wie kann ich das Ganze finanzieren? Zahlreiche Fragen beschäftigten mich. Im Internet fand ich keine einzige Quelle, die mir fundierte Antworten liefern konnte. Ich fühlte mich überfordert und irgendwie alleingelassen. Niemand konnte mir Orientierung geben und meine Frustration wuchs. Eine mühsame Recherchephase begann.

Der Start ins berufsbegleitende Studium

Nach EINEM GANZEN JAHR intensiver Eigenrecherche mit unzähligen langen Abenden am Computer begann ich ein berufsbegleitendes Studium im Fach Sozial- und Gesundheitsmanagement. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um ein betriebswirtschaftliches Studium mit Fokus auf das Gesundheitssystem. Die Inhalte waren darauf ausgerichtet, unternehmerisches Denken zu entwickeln und Führungskompetenzen zu erwerben. Wir erhielten Einblicke in sämtliche Unternehmensbereiche wie Marketing, Buchhaltung, Personalwesen, Steuerrecht und allgemeines Wirtschaftsrecht. Hinzu kamen Grundlagenkenntnisse zum Verständnis des Gesundheitssystems mit seinen Besonderheiten sowie Ansätze zur Bewältigung aktueller Herausforderungen, wie z.B. das Case Management.

Ein solches Studium ist definitiv auch für ZFAs ein hervorragender Karriereweg, da die Inhalte branchenübergreifend anwendbar sind und auch im Dentalsektor eingesetzt werden können. Ob für Führungspositionen in größeren Zahnarztpraxen, für die Tätigkeit bei Dentalherstellern oder in der Praxisberatung – die erworbenen Kompetenzen sind vielseitig nutzbar.

Ich entschied mich für ein berufsbegleitendes Studium, um weiterhin ein Einkommen zu erzielen. Dieses brauchte ich nicht nur für meinen Lebensunterhalt, sondern auch zur Finanzierung des Studiums.

Berufsbegleitendes Studium bedeutete in meinem Fall: Freitagabend und Samstag von morgens bis nachmittags fanden die Vorlesungen statt. Lernen, Hausarbeiten verfassen und Präsentationen vorbereiten erledigte ich abends nach der Arbeit oder am Wochenende.

Insgesamt erstreckte sich das Studium über 7 Semester, also 3,5 Jahre. Die erste Zeit war sehr aufregend. Ich war hochmotiviert und auch ein wenig stolz darauf, nun Studentin zu sein. Die Rückkehr zum strukturierten Lernen gelang mir überraschend schnell, obwohl seit meiner Schulzeit bereits einige Jahre vergangen waren. Das Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten stellte allerdings eine neue Herausforderung dar. Doch auch daran gewöhnt man sich und entwickelt mit der Zeit mehr Routine.

Rückblickend möchte ich die Studienzeit nicht missen. Ich habe dort neue Freundschaften geschlossen, zu denen ich bis heute eine tiefe Verbindung pflege. Wir haben uns gegenseitig unterstützt und in den Vorlesungen viel Freude gehabt. Das schweißt zusammen.

Aber es war auch eine anstrengende Zeit. Irgendwann verflog die anfängliche Euphorie und die Motivation ließ nach. Ich sehnte mich nach dem Studienende. Die eingeschränkte Freizeit und das kontinuierliche Lernen nach dem Arbeitstag zehrten an meinen Kräften. Deshalb reduzierte ich nach etwa 2 Jahren berufsbegleitendem Studium meine Arbeitszeit von 40 auf 32 Wochenstunden. Das verschaffte mir wieder etwas mehr Freiraum und ermöglichte es mir, die verbleibenden 1,5 Jahre bis zum Studienabschluss durchzuhalten.

Die Karriere nimmt Fahrt auf

Ein Jahr vor meinem Studienabschluss erhielt ich ein Stellenangebot als Sachbearbeiterin bei der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin. Dort bearbeitete ich Anträge und unterstützte die Implementierung einer neuen Richtlinie bei den betroffenen Berliner Ärzten. Die Position bei der KV war ein bedeutender persönlicher Erfolg für mich: flexible Arbeitszeiten durch Gleitzeit und eine bessere Vergütung. Auch der permanente Stress, ständig klingelnde Telefone und unzufriedene Patienten gehörten der Vergangenheit an.

Für ZFAs gibt es vergleichbare Möglichkeiten – etwa bei der Kassenzahnärztlichen Vereinigung (KZV), bei Versicherungen im Bereich Zahngesundheit oder bei Dentalverbänden. Diese Institutionen bieten häufig Arbeitsbedingungen mit ausgewogenerer Work-Life-Balance und meist auch attraktiveren Gehältern als der typische Praxisalltag.

Was die Tätigkeit selbst betrifft: Die Arbeit lässt sich durchaus mit der in einer Behörde vergleichen. Sachbearbeitung ist nicht unbedingt aufregend. Man muss strikt nach Vorgaben arbeiten. Es herrschen hierarchische Strukturen mit langwierigen Entscheidungsprozessen. Die Veränderungen vollziehen sich außerordentlich langsam. Für mich persönlich war diese Arbeitsweise nicht erfüllend. Auch die verbesserten Rahmenbedingungen hinsichtlich Gehalt und Arbeitszeit konnten mich dort langfristig nicht zufriedenstellen.

Knapp 2 Jahre blieb ich bei der KV. Das Thema meiner Bachelorarbeit widmete ich der Richtlinie, für die ich dort verantwortlich war. Nach dem offiziellen Abschluss meines Studiums erfüllte ich mir 2018 einen lang gehegten Traum. Außerdem benötigte ich eine längere Auszeit.

Wenn Träume Wirklichkeit werden

Ein Jahr Weltreise! Es war wunderbar. Diese Auszeit hatte ich dringend gebraucht. Ich kann wirklich jedem empfehlen, sich zumindest einmal im Leben, besonders nach einer intensiven Phase, mindestens einige Monate Auszeit zu nehmen. Man gewinnt geistige Klarheit, kann seine Gedanken ordnen und vieles neu angehen. Zudem wurde ich mir meiner persönlichen Lebensziele wieder bewusster.

Was die finanziellen Aspekte angeht: Du benötigst weniger Ersparnisse als du vielleicht annimmst. Der einfache Lebensstil mit wenig Gepäck und reduziertem Luxus wird dir mehr persönliches Wachstum, innere Stärke, Erholung und Weiterentwicklung ermöglichen als jeder Pauschalurlaub.

Neuanfang in Deutschland

Nach meiner Rückkehr nach Deutschland suchte ich eine neue berufliche Herausforderung. Selbstverständlich im Gesundheitswesen. Schließlich hatte ich in diesem Bereich meinen Bachelor erworben und wollte mich hier weiterentwickeln.

Da der Arbeitsmarkt für Fachkräfte im Gesundheitswesen aktuell sehr günstig ist, fand ich schnell eine Anstellung als Operations Managerin in einem Berliner Digital Health Startup. Ein moderner Jobtitel in einem hippen, jungen Unternehmen. Ob mir hier mein berufsbegleitendes Studium zur Stelle verholfen hat, wage ich allerdings zu bezweifeln. Hier zählten vor allem praktische Berufserfahrung und persönliches Engagement.

Übrigens: Auch im Dentalmarkt gibt es innovative Start-ups, von digitalen Lösungen für Zahnarztpraxen bis hin zu modernen Prophylaxe-Konzepten. Mit einem Studium und eurer Praxiserfahrung als ZFA verfügt ihr über wertvolles Insider-Wissen, das solche Unternehmen dringend benötigen!

Die Arbeitsatmosphäre war ausgesprochen offen. Spannungen, unfreundliche Reaktionen oder mangelnde Motivation gab es dort nicht. Alle zeigten großes Engagement, und mit der Geschäftsführung und anderen Führungskräften pflegte man ein kollegiales Du. Neu war für mich außerdem: Man durfte sich auch in Bereichen ausprobieren, für die man keine formale Qualifikation besaß. Vertrauen und Eigenverantwortung genossen einen hohen Stellenwert. Das entsprach meinen Vorstellungen von einer idealen Arbeitsweise. Hier konnte ich meine Kenntnisse im Personalmanagement vertiefen. Mein Wissen über Personalrekrutierung, Bewerbungsgespräche, Teamentwicklung und Führungskompetenzen wurde kontinuierlich erweitert.

Die Entstehung von ZFA mal anders

Durch meine neu erworbenen Kenntnisse im professionellen Personalmanagement, der Gestaltung wirkungsvoller Stellenausschreibungen und der Etablierung eines ansprechenden Bewerbungsprozesses erkannte ich erheblichen Nachholbedarf für diese Themen in Arztpraxen.

Inzwischen ist mir bewusst geworden, dass die Situation in Zahnarztpraxen ganz ähnlich ist. Durch die intensive tägliche Praxisarbeit und die ständigen Neuerungen in der zahnmedizinischen Versorgung bleibt natürlich kaum Zeit und Raum, sich mit anderen wichtigen Unternehmensthemen zu beschäftigen, die jedoch für jedes Unternehmen erfolgsentscheidend sind. Beispielsweise das Personalwesen. Und die Zahnarztpraxis ist schließlich ebenso ein Unternehmen.

So entstand nach MFA mal anders die Idee, eine spezielle Plattform für ZFAs zu entwickeln. Gesellschaft und Politik thematisieren vorwiegend den Ärztemangel und Fachkräftemangel in der Pflege – der Beruf der ZFA erhält, ähnlich wie der der MFA, selten die verdiente Anerkennung.

Obwohl auch eure Tätigkeit nicht immer leicht ist und Zahnärzte ebenso dringend nach qualifiziertem Personal suchen. Mein Anliegen ist nicht, Mitleid zu wecken, sondern den Beruf zu würdigen und ihm mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen.

Auf ZFA mal anders behandle ich genau diese Themen und möchte euch ZFAs an meinen Erfahrungen teilhaben lassen. Euch Orientierung bei der Auswahl geeigneter Fort- oder Weiterbildungen geben, Wissen zur Personalrekrutierung für die Zahnarztpraxis vermitteln, attraktive Stellenangebote vorstellen, und vieles mehr.

Das Beste daran: All diese Informationen findet ihr gebündelt auf EINEM Karriereportal, ohne endlose Internetrecherchen.

Heute selbstständig und vollkommen zufrieden

Der Aufbau des Karriereportals erforderte viel Arbeit. Dafür investierte ich einen großen Teil meiner Freizeit, die ich lieber mit Freunden oder angenehmen Aktivitäten verbracht hätte. Aber der Einsatz hat sich gelohnt. Mittlerweile ist MFA mal anders mein Hauptjob, und mit ZFA mal anders steht nun der nächste bedeutende Entwicklungsschritt bevor. Ich übe eine Tätigkeit aus, die sich nicht wie Arbeit anfühlt. Und jede positive Rückmeldung von euch, sei es per Email oder Kommentar, und jede erfolgreiche Stellenbesetzung einer Praxis über unsere Jobbörse, erfüllt mich mit Freude.

Fazit: Ist ein berufsbegleitendes Studium für ZFAs empfehlenswert?

Meine Antwort ist eindeutig: Ja!

Ohne diesen Schritt hätte ich mich persönlich nicht so stark weiterentwickelt und wäre nicht dort, wo ich heute stehe.

Wichtig ist, dass du dir zunächst über deine beruflichen und privaten Ziele Klarheit verschaffst und eine Vorstellung entwickelst, wie dein Leben langfristig aussehen soll. Mit einer klaren Zielsetzung hast du einen Orientierungspunkt, auf den du hinarbeiten kannst. Der Weg dorthin gestaltet sich dann fast von selbst. Und manchmal findet man sich, wie in meinem Fall, an einem ganz anderen Ort wieder und stellt fest, dass es dort ebenfalls sehr angenehm sein kann.

In jedem Fall eröffnet dir ein (Fach-)Hochschulabschluss zahlreiche Türen zu anderen Berufsfeldern, Branchen und Positionen. Die Vergütung steigt automatisch. Deine Aufstiegschancen verbessern sich. Du behältst die Option, eventuell noch einen Masterstudiengang anzuschließen.

Für ZFAs kommen neben dem Sozial- und Gesundheitsmanagement auch Studiengänge wie Dentaltechnologie, Gesundheitswissenschaften oder Management im Gesundheitswesen in Betracht. Die praktische Erfahrung aus eurem Beruf ist in Kombination mit einem akademischen Abschluss außerordentlich wertvoll!

Darüber hinaus sammelst du neue Erfahrungen, knüpfst neue Freundschaften und könntest durch ein Auslandsstudium sogar ein neues Land mit seiner Kultur und Sprache kennenlernen. Die bedeutendsten Vorteile eines Studiums sind jedoch tatsächlich das persönliche Wachstum und die vielfältigen Kompetenzen, die du erwirbst: Präsentationsfähigkeiten, Zeitmanagement und vieles mehr.

Wenn du allerdings in der Zahnarztpraxis bleiben möchtest, würde ich dir eher von einem Studium abraten. Mit dem Abschluss wärst du für diese Tätigkeit überqualifiziert und würdest höchstwahrscheinlich keine angemessene Position, keine entsprechenden Aufgabenbereiche und keine zufriedenstellende Vergütung in einer Praxis erhalten. In diesem Fall sind die klassischen ZFA-Weiterbildungen wie ZMP, DH oder ZMV vermutlich der geeignetere Weg.

Ich hoffe, dir mit meinem Bericht über mein berufsbegleitendes Studium etwas weitergeholfen zu haben und freue mich über eine Nachricht von dir, wenn du von deinen Erfahrungen bei der Weiterbildungssuche berichten möchtest oder Fragen dazu hast.

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Wie schreibe ich ein Stellengesuch für meinen Traumjob als ZFA?

Der Dentalmarkt bietet aktuell zahlreiche Jobmöglichkeiten für Zahnmedizinische Fachangestellte. Ob Du durch einen Umzug zur Jobsuche gezwungen bist, Dich in Deiner beruflichen Entwicklung neu orientieren möchtest oder nach besseren Arbeitsbedingungen mit angemessener Vergütung suchst – die Gründe für einen Wechsel sind vielfältig und die Optionen im zahnmedizinischen Bereich zahlreich.

Genau diese Vielfalt kann die Jobsuche manchmal überwältigend machen, ganz zu schweigen vom zeitaufwendigen Bewerbungsprozess. Deshalb bieten wir Dir auf ZFA mal anders die Möglichkeit, kostenlos und anonym ein Stellengesuch zu erstellen. Das bedeutet: Du drehst den Spieß um und bewirbst Dich nicht mehr auf ausgeschriebene Stellen, sondern veröffentlichst Deine eigene Anzeige mit Deinen Qualifikationen und Wünschen. So können Zahnarztpraxen, KFO-Praxen und weitere potenzielle Arbeitgeber aus Deiner Region Dich finden und direkt kontaktieren. Die Initiative liegt dann bei den Arbeitgebern – und Du entscheidest, welches Angebot Deinen Vorstellungen entspricht und einen näheren Blick verdient.

Damit Du mit Deinem Stellengesuch möglichst viele passende Anfragen erhältst, sollte es präzise und aussagekräftig sein. Nur so können die richtigen Praxen erkennen, dass Du die ideale Kandidatin oder der ideale Kandidat für ihr Team bist.

Im Folgenden findest Du wertvolle Tipps, wie Du ein überzeugendes Stellengesuch formulierst, das Dir attraktive Jobangebote einbringt.

Tipps für ein wirkungsvolles Stellengesuch

Definiere Deine beruflichen Wünsche

Nur wenn Du selbst eine klare Vorstellung von Deiner Wunschpraxis hast, kannst Du diese auch finden. Stelle Dir folgende Fragen und notiere die Antworten, um ein visuelles Gesamtbild zu entwickeln:

  • Welche Anforderungen stelle ich an den Arbeitgeber, das Praxisteam und die Arbeitsbedingungen?
  • Wie weit bin ich bereit zu pendeln? Gibt es bestimmte Stadtteile oder Regionen, die ich bevorzuge?
  • Welche Arbeitszeiten passen zu meinem Lebensrhythmus und meinen persönlichen Verpflichtungen?
  • Bevorzuge ich flexible Arbeitsmodelle oder feste Sprechstundenzeiten?
  • Welches Gehalt entspricht meiner Qualifikation, Erfahrung und Verantwortung? (Auf ZFA mal anders findest Du einen speziellen Gehaltsrechner für ZFAs)
  • Welche Karriereziele verfolge ich mittelfristig und wie kann mich die neue Praxis dabei unterstützen?
  • Welche Fortbildungsmöglichkeiten sind mir wichtig (z.B. ZMP, DH, ZMF, ZMV oder spezialisierte Fortbildungen im Bereich Digitalisierung)?
  • Welche Tätigkeiten und Fachbereiche (allgemeine Zahnheilkunde, KFO, Implantologie, Oralchirurgie) machen mir besonders Freude? Was sind absolute Ausschlusskriterien?

Erstelle aus Deinen Antworten eine Prioritätenliste, die Dir bei der weiteren Formulierung hilft.

Kreiere einen aussagekräftigen Titel

Mit Deinem neu gewonnenen Klarheit über Deine beruflichen Wünsche kannst Du nun einen prägnanten Titel für Dein Stellengesuch formulieren. Der Titel sollte Deine wichtigsten Qualifikationen und Dein Hauptziel auf den Punkt bringen.

Hier einige inspirierende Beispiele:

  • ZFA mit ZMP-Qualifikation sucht Prophylaxestelle in München
  • Erfahrene ZFA (8 Jahre) sucht Teilzeitstelle im Bereich KFO
  • ZFA mit fundierter BEMA/GOZ-Abrechnungserfahrung für Vollzeit verfügbar
  • ZMV mit Teamleitungserfahrung sucht Verwaltungsposition in moderner Praxis
  • ZFA sucht zukunftsorientierte Praxis mit DH-Weiterbildungsmöglichkeit
  • Engagierte ZFA mit Schwerpunkt Stuhlassistenz und digitaler Abformung
  • Zertifizierte ZFA mit CAD/CAM-Expertise sucht innovative Praxis

Weitere Inspiration findest Du in den aktuellen Stellengesuchen auf ZFA mal anders.

Profilbild – ein Plus für Dein Gesuch

Auf unserer Plattform ist ein Profilbild keine Pflicht, kann aber durchaus vorteilhaft sein. Viele Praxisinhaber und -inhaberinnen schätzen es, einen visuellen Eindruck von potenziellen Teammitgliedern zu bekommen. Ein professionelles, freundliches Foto vermittelt Offenheit und kann Deine Chancen auf attraktive Angebote erhöhen.

Der Abschnitt „Über mich“

Hier präsentierst Du Dich mit einigen prägnanten Sätzen. Biete einen kurzen beruflichen Überblick und hebe Deine Stärken und besonderen Kompetenzen hervor.

Es ist sinnvoll, auch Deine Motivation für den Stellenwechsel transparent zu machen. Dies schafft Vertrauen bei potenziellen Arbeitgebern, dass Du nicht bei der ersten Herausforderung wieder wechseln wirst. Sei authentisch – ob Du neue Behandlungsmethoden kennenlernen, in eine andere Stadt ziehen oder nach der Elternzeit wieder einsteigen möchtest.

Bei schwierigeren Wechselgründen wie Teamkonflikten ist eine konstruktive Darstellung wichtig. Konzentriere Dich auf Deine Lösungsansätze und Deine Vorstellungen für die Zukunft, anstatt Deinen bisherigen Arbeitgeber zu kritisieren.

Vergiss nicht, Deine Präferenzen bezüglich Arbeitszeiten, Wochenstunden, Teamgröße und Praxisatmosphäre zu erwähnen, damit Praxisinhaber sofort erkennen können, ob Eure Vorstellungen übereinstimmen.

Ein Beispiel für einen gelungenen „Über mich“-Text:

„Als ausgebildete ZFA mit 8 Jahren Berufserfahrung und 29 Jahren suche ich nach meiner Elternzeit eine neue berufliche Herausforderung. Da mein 18 Monate alter Sohn in die Kita geht, bin ich an deren Öffnungszeiten gebunden und suche eine Position mit 30 Wochenstunden im Zeitraum von 8-14 Uhr (Mo-Fr). Ab August stehe ich zur Verfügung.

Meine Leidenschaft für den ZFA-Beruf zeigt sich besonders in meinem Engagement für optimierte Praxisabläufe und einer einfühlsamen Patientenbetreuung. Kollegen und Patienten schätzen meine Zuverlässigkeit, mein freundliches Auftreten und meine lösungsorientierte Arbeitsweise. Ich suche einen Arbeitsplatz mit Entwicklungsperspektive, bei dem ich meine Prophylaxekenntnisse praktisch anwenden und vertiefen kann.

Neben der Assistenz am Stuhl ist mir ein eigenverantwortlicher Tätigkeitsbereich wichtig, in dem ich meine Fähigkeiten einbringen kann. Ein regelmäßiger Fachaustausch im Team ist für mich selbstverständlich, um optimale Behandlungsabläufe sicherzustellen.“

Der Abschnitt „Meine Berufserfahrung“

Beschreibe hier Deine Erfahrungen in den verschiedenen zahnmedizinischen Fachbereichen, idealerweise mit Zeitangaben.

Skizziere Deine typischen Aufgaben und hebe besondere Projekte oder Verantwortungsbereiche hervor, die Du übernommen hast. Dies veranschaulicht Deine praktischen Fähigkeiten und Deinen Erfahrungsschatz.

Du kannst auch Deine persönlichen Erfolgsmomente oder Lieblingsprojekte erwähnen. Dies zeigt Deine Begeisterung und gibt Einblick in Deine beruflichen Interessen.

„Meine Ausbildung absolvierte ich in einer größeren Gemeinschaftspraxis, der ich anschließend treu blieb. In meinen 8 Jahren Berufserfahrung konnte ich vielseitige Kompetenzen in verschiedenen Fachbereichen entwickeln: allgemeine Zahnheilkunde (5 Jahre), Prophylaxe (3 Jahre), Kieferorthopädie (2 Jahre) und Implantologie (1 Jahr).

Zu meinem täglichen Aufgabenspektrum gehören: professionelle Patientenbetreuung von der Anmeldung bis zur Nachsorge, strukturiertes Terminmanagement, kompetente Stuhlassistenz, Anfertigung digitaler Röntgenaufnahmen, hygienische Vorbereitung der Behandlungseinheiten, normgerechte Instrumentenaufbereitung, präzise Abrechnung nach BEMA & GOZ sowie die Erstellung von Heil- und Kostenplänen.

Besonders stolz bin ich auf die Optimierung unseres Recallsystems. Durch die Einführung eines digitalen Workflows konnte ich die telefonische Belastung des Praxisteams deutlich reduzieren und gleichzeitig die Patientenbindung messbar verbessern.“

Zusätzliche Qualifikationen & Weiterbildungen

„Vor zwei Jahren habe ich erfolgreich meine ZMP-Fortbildung (Zahnmedizinische Prophylaxeassistentin) abgeschlossen und führe seitdem eigenständig professionelle Zahnreinigungen und Individualprophylaxe durch.

Ich verfüge über umfassende Kenntnisse in den Praxisverwaltungssystemen Z1 und DAMPSOFT sowie sicheren Umgang mit allen gängigen MS Office-Anwendungen.

Als Muttersprachlerin beherrsche ich Türkisch fließend in Wort und Schrift. Zudem kann ich Patienten auch auf Englisch kompetent beraten und betreuen.“

Der Abschnitt „Gesuchte Aufgabengebiete“

Hier formulierst Du, in welchen zahnmedizinischen Fachrichtungen, Aufgabenbereichen oder Verantwortungsbereichen Du Dich engagieren möchtest. Auch wenn Du Deine Kompetenzen in einem bestimmten Bereich erst noch ausbauen willst, kannst Du Deine Präferenzen nennen:

„Ich suche eine Position mit Schwerpunkt im Bereich Prophylaxe und Patientenberatung, idealerweise in einer präventionsorientierten Praxis mit zeitgemäßer Ausstattung und digitalem Workflow.“

oder

„Als vielseitige Allrounderin suche ich einen abwechslungsreichen Arbeitsplatz, an dem ich sowohl im Empfangsbereich als auch bei der Stuhlassistenz und in administrativen Aufgaben meine Stärken einbringen kann.“

Wir hoffen, dass Dir diese Tipps helfen, ein überzeugendes und authentisches Stellengesuch zu formulieren, das Dir den Weg zu Deinem Traumjob als ZFA ebnet. Bei Fragen steht Dir das Team von ZFA mal anders jederzeit zur Verfügung.

Hier kannst Du jetzt direkt, anonym und natürlich kostenfrei dein Stellengesuch erstellen

Falls Du noch weitere Fragen zu den Stellengesuchen hast, schau gerne auch auf unserer Infoseite oder schreib uns eine Nachricht

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4 Tipps, wie du die richtige Stelle für dich findest

Stellenangebote für Zahnmedizinische Fachangestellte gibt es im Internet zur Genüge. Wenn du als ZFA einen neuen Job suchst, könntest du in kürzester Zeit einen neuen Arbeitsplatz antreten. Nicht nur die Zahnarztpraxen, auch Kieferorthopäden, Oralchirurgen, Dentallabore und andere Arbeitgeber im zahnmedizinischen Bereich suchen händeringend nach qualifiziertem Personal und haben viele attraktive Stellenangebote für Zahnmedizinische Fachangestellte zu bieten.

Ob du durch einen Umzug auf Jobsuche bist, dich auf eine andere zahnmedizinische Fachrichtung spezialisieren möchtest, ein höheres Gehalt anstrebst, mit schwierigen Kollegen oder einem anspruchsvollen Praxisinhaber zu kämpfen hast, der dir den Arbeitsalltag erschwert, dich beruflich weiterentwickeln möchtest oder einfach eine neue Umgebung suchst – Gründe für einen Jobwechsel sind so vielfältig wie die angebotenen Stellen für Zahnmedizinische Fachangestellte.

Viele ZFAs wagen dennoch nicht den Schritt sich zu bewerben, weil sie befürchten, eine schlechtere Situation vorzufinden als bisher. Auch wenn sie mit ihrem aktuellen Arbeitgeber unzufrieden sind, verharren sie oft noch lange in der Praxis. Hier weiß man schließlich, was man hat. Könnte in der nächsten Zahnarztpraxis ja alles viel komplizierter sein…

Es ist vollkommen verständlich, Bedenken vor Veränderungen zu haben. Aber versauere nicht in einer Praxis oder bei einem Unternehmen, das dich nicht wertschätzt und erfüllt. Da draußen gibt es zahlreiche hervorragende und respektvolle Arbeitgeber im Dentalbereich, die überglücklich wären, eine kompetente ZFA wie dich in ihrem Team willkommen zu heißen.

4 praktische Tipps, wie du die richtige Stelle für dich findest

Wir verraten dir, wie du unter all den Stellenangeboten für Zahnmedizinische Fachangestellte den passenden Arbeitgeber entdeckst. Du erfährst, was du anhand einer Stellenanzeige über die ausgeschriebene Position ableiten kannst und wie du mit gezielter Recherche herausfindest, ob sich eine Bewerbung wirklich lohnt. So wird deine Jobsuche erfolgreich und du wirst den Wechsel nicht bereuen.

1. Werde dir über deine eigenen Vorstellungen klar

Nur wenn du weißt, wie deine Traumpraxis aussieht, kannst du sie auch finden. Stelle dir folgende Fragen und beantworte sie für dich. Am besten schreibst du dir Stichpunkte auf, dann wird das Gesamtbild schnell klarer und anschaulicher.

  • Welche Voraussetzungen an einen Arbeitgeber, das Praxisteam und die Rahmenbedingungen sind dir wichtig?
  • Wie weit sollte der Arbeitsweg maximal von deinem Zuhause entfernt sein?
  • Welche Arbeitszeiten passen zu deinem Leben?
  • Bevorzugst du feste Arbeitszeiten oder kommst du mit wechselnden Schichten gut zurecht?
  • Welche Gehaltsvorstellungen hast du? (Tipps zur Gehaltsverhandlung für ZFAs)
  • Welche Karrierepläne verfolgst du und wie kann der neue Arbeitsplatz dich dabei unterstützen?
  • Was erwartest du von deiner neuen Arbeitsumgebung (z.B. zahnmedizinische Fachrichtung, Tätigkeitsschwerpunkte, Teamgröße)?
  • Gibt es interne Fortbildungsmöglichkeiten oder die Chance, an externen Weiterbildungen teilzunehmen (z.B. zur ZMP, DH oder Praxismanagerin)?

Mach dir eine Liste mit den wichtigsten Punkten und lege deine Prioritäten fest.

2. Wo du nach Stellenangeboten für ZFAs suchen kannst

Auf unserer ZFA mal anders Stellenbörse findest du Stellenangebote von Praxen, die sich auf dich freuen und dies mit wertschätzenden Rahmenbedingungen zeigen. Bei uns findest du aber auch Stellenangebote für Zahnmedizinische Fachangestellte außerhalb der klassischen Zahnarztpraxis von Arbeitgebern aus dem Dentalbereich, wie Implantologiezentren, KFO-Praxen oder Dentallaboren.

Weitere Quellen für Stellenangebote für Zahnmedizinische Fachangestellte sind zum Beispiel:

  • Allgemeine Online-Stellenbörsen
  • Google Jobs
  • Kleinanzeigen
  • Social Media Gruppen (z.B. bei Facebook speziell für ZFAs)
  • Im Bekanntenkreis nachfragen
  • Zahnärztliche Arbeitgeber im Umkreis deines Wohnortes recherchieren und auf deren Homepage nach offenen Stellen schauen
  • Zahnärztekammern und deren Stellenbörsen

3. Stellenanzeigen richtig lesen und interpretieren

Anhand der Formulierung einer Stellenanzeige bzw. eines Stellenangebots für Zahnmedizinische Fachangestellte kann man viel über einen potenziellen Arbeitgeber herauslesen. An einigen Beispielen zeigen wir dir Stellenanzeigen, auf die du dich besser nicht bewerben solltest, und erklären warum.

Hier eine Beispiel-Stellenanzeige für Zahnmedizinische Fachangestellte mit Warnzeichen:

ZFA gesucht
Arbeitszeit in Stunden: 35 – 38,5
Gewünschter Arbeitsbeginn: 01.01.2023
Stadt/Stadtteil: ###
Fachrichtung: Allgemeine Zahnheilkunde
Beschreibung Arbeitsplatz: Tätigkeiten an der Rezeption, Stuhlassistenz, Prophylaxe etc.
Beschreibung Praxis: Große Zahnarztpraxis in ### sucht zum 01.01.2023 eine stressresistente, erfahrene und zuverlässige ZFA. Vorkenntnisse sind sehr wünschenswert, ebenso die Bereitschaft, nachmittags zu arbeiten. Wir bieten das gesamte Spektrum einer modernen Zahnarztpraxis mit vielen abwechslungsreichen Tätigkeiten.

Warum solltest du bei dieser Anzeige Bedenken haben?

  • Arbeitsplatzbeschreibung: Natürlich weißt du als ZFA, welche Tätigkeiten in einer Zahnarztpraxis grundsätzlich anfallen. Aber diese können je nach Fachrichtung, Praxisorganisation und -größe sehr unterschiedlich sein. Ein paar allgemeine Aufgaben („Tätigkeiten an der Rezeption“) aufzuzählen und die Beschreibung mit „etc.“ zu beenden, gibt keine konkreten Informationen. Vermisst du Details zur Stuhlassistenz? Geht es um allgemeine zahnärztliche Behandlungen oder gibt es Schwerpunkte wie Implantologie oder Endodontie? Achte in Stellenausschreibungen genau darauf, was deine zukünftigen Aufgaben und dein Verantwortungsbereich sein sollen und ob diese zu deinen Vorstellungen passen.
  • Profil: Hier wird eine „stressresistente“ ZFA gesucht. Vorsicht! Das könnte bedeuten, dass diese Praxis von Patienten überrannt wird, dabei aber möglicherweise nicht gut organisiert ist. Generell werden in Stellenprofilen für ZFAs oft sehr hohe Anforderungen gestellt. Von stressresistent über motiviert, kommunikationsstark, teamfähig, selbstständig, erfahren, flexibel, belastbar, durchsetzungsfähig, verantwortungsbewusst bis hin zu mehrsprachig – die Liste scheint endlos. Dass wir ZFAs Multitalente sind, ist unbestritten. Aber manche Arbeitgeber übertreiben in ihren Anforderungen und suchen die sprichwörtliche eierlegende Wollmilchsau. Bei Attributen wie „flexibel“ solltest du hinterfragen, was damit gemeint ist. Geht es um flexible Verfügbarkeit, weil die Arbeitszeiten häufig variieren und Überstunden die Regel sind? Oder um flexible Tätigkeitsbereiche, weil Personalmangel herrscht und du die Aufgaben anderer übernehmen sollst?
  • Unternehmenskultur/Philosophie: Insgesamt wirkt die Anzeige sehr unpersönlich und mit wenig Sorgfalt erstellt. Hier wird vermutlich nicht ein neues Mitglied für die Praxisfamilie, sondern nur eine weitere Arbeitskraft gesucht. Von den angekündigten „abwechslungsreichen Tätigkeiten“ ist in der Arbeitsplatzbeschreibung wenig zu erkennen. Eine Praxis, die ihre Philosophie, den Umgang mit Patienten und Mitarbeitern beschreibt, weckt Interesse und gibt dir Einblicke in den Praxisalltag und wie sie diesen gemeinsam als Team gestaltet. Daher an dieser Stelle auch ein allgemeiner Appell an Arbeitgeber: Bitte liebe Zahnarztpraxen, gebt euch mehr Mühe und zeigt, dass ihr euch Gedanken gemacht habt, um neue Teammitglieder von euch zu überzeugen. Eine Stellenanzeige ist der erste Eindruck und entscheidet, ob sich jemand bei euch bewirbt oder zur Konkurrenz geht.
  • Benefits: Was bekommst du als neue Mitarbeiterin eigentlich? Davon wird hier nichts erwähnt. Warum solltest du in diese Praxis wechseln? Was bietet der neue Arbeitgeber im Vergleich zu deinem aktuellen? Was macht einen Wechsel lohnenswert? Vergleiche mit deinen vorher festgelegten Rahmenbedingungen, ob das Stellenangebot diese erfüllt oder ob du Kompromisse eingehen müsstest.

Wenn du eine Stellenanzeige liest, prüfe die vier Aspekte Arbeitsplatzbeschreibung, Profil, Unternehmenskultur/Philosophie und Benefits. Sie helfen dir, ein Stellenangebot für Zahnmedizinische Fachangestellte schnell zu erfassen und zu erkennen, ob deine Kriterien erfüllt werden.

Gute Stellenangebote für Zahnmedizinische Fachangestellte sollten folgende Merkmale aufweisen:

  • Ausführlich und informativ gestaltet
  • Einblick in die Praxiskultur und das Team
  • Klar definierte Aufgabenbereiche (Behandlungsassistenz, Prophylaxe, Verwaltung etc.)
  • Attraktive Benefits (monetär wie Fortbildungsbudget und nicht-monetär wie flexible Arbeitszeiten)
  • Realistische Anforderungen an das Profil (nicht überzogen)
  • Informationen über die technische Ausstattung der Praxis
  • Beim Lesen solltest du schon ein erstes gutes Bauchgefühl haben und die Praxis sympathisch finden

4. Informationen über den Arbeitgeber einholen

Hast du ein vielversprechendes Stellenangebot für ZFAs entdeckt und geprüft, geht es als nächstes an die Recherche über den Arbeitgeber. Bevor du dich bewirbst, investiere etwas Zeit in diese Detektivarbeit.

Verschaffe dir einen ersten Überblick über die Zahnarztpraxis über ihre Webseite. Was schreibt die Praxis selbst über sich? Wie stellt sie sich dar und welchen ersten Eindruck gewinnst du, wenn du dir die Homepage ansiehst? Sympathisch, modern oder eher nach dem Motto „Gewollt, aber nicht gekonnt“? Dein Bauchgefühl ist hier ein wichtiger Indikator.

Hier kannst du auch Informationen über die Zahnärzte und das Team finden oder welche Behandlungsschwerpunkte und Leistungen die Praxis anbietet. Daraus kannst du beispielsweise ableiten, welche Assistenztätigkeiten auf dich zukommen könnten – geht es vorwiegend um konservierende Zahnheilkunde, Prothetik, KFO oder liegt der Schwerpunkt auf chirurgischen Eingriffen? Schau dir auch die Sprechzeiten an, um dir ein Bild von den Arbeitszeiten zu machen.

Als nächstes suche die Praxis auf Arbeitgeber-Bewertungsportalen. Das bekannteste Bewertungsportal ist kununu. Hier kannst du dich anhand von Bewertungen aktueller oder ehemaliger Mitarbeiter über einen Arbeitgeber informieren. Es gibt verschiedene Kategorien wie Gehalt, Entwicklungsmöglichkeiten, Führungsverhalten etc. Allerdings findest du hier meistens nur größere Einrichtungen wie MVZs oder Praxisketten.

Alternativ kannst du dich auf Zahnarztbewertungsportalen wie jameda oder sanego über die Praxis informieren. Eigentlich bewerten Patienten hier den Zahnarzt und die Praxis, um anderen Patienten die Suche nach dem richtigen Behandler zu erleichtern. Allerdings sind diese Bewertungen auch sehr aufschlussreich für jobsuchende ZFAs. Erhält eine Praxis auffällig viele negative Bewertungen wegen unfreundlicher Behandler, gestresster Mitarbeiter, sehr langer Wartezeiten oder häufiger Beschwerden über Behandlungsergebnisse, kannst du davon ausgehen, dass in dieser Praxis nicht alles optimal läuft. Sind die Kommentare überwiegend positiv und gibt es nur vereinzelt unzufriedene Patientenrückmeldungen, ist das völlig normal und kein Grund zur Sorge.

Wenn die Praxis bei Google gelistet ist, können diese Rezensionen ebenfalls hilfreich sein und zu deiner Recherche beitragen.

Immer mehr Zahnarztpraxen pflegen auch Social Media-Accounts bei Facebook oder Instagram. Stöbere hier etwas herum und schau nach, was die Praxis postet. Oft werden Teammitglieder vorgestellt oder Einblicke in den Praxisalltag gegeben. Achte darauf, wie das Team präsentiert wird und ob ein wertschätzender Umgang erkennbar ist.

Vitamin B: Wenn du eine ZFA kennst, die früher oder aktuell in der Praxis arbeitet, nutze diesen Kontakt und informiere dich aus erster Hand über die Praxis als Arbeitgeber, die Kollegen, den Alltag und die Vergütung.

Im Zweifelsfall kannst du vor einer Bewerbung auch in der Praxis anrufen und offene Fragen direkt ansprechen, z.B. wenn du keine Informationen über die Arbeitszeiten findest, diese aber unbedingt vor der Bewerbung wissen möchtest. So erhältst du auch einen ersten Eindruck von der Stimme am anderen Ende der Leitung und wie professionell Anfragen bearbeitet werden.

Informationsquellen über Arbeitgeber vor der Bewerbung:

  • Arbeitgeberbewertungsportale wie Kununu, Glassdoor
  • Google-Rezensionen
  • Zahnarztbewertungsportale wie Jameda, Sanego
  • Praxis-Homepage
  • Social Media-Auftritte (Facebook, Instagram)
  • Ehemalige oder aktuelle Mitarbeiter befragen
  • Vor der Bewerbung anrufen und offene Fragen klären oder diese im Vorstellungsgespräch thematisieren

Zusammenfassend: Nutze das Internet und seine Möglichkeiten, um dich ausführlich über einen potenziellen Arbeitgeber zu informieren. Lies aufmerksam auch die Details und zwischen den Zeilen in den Stellenangeboten für Zahnmedizinische Fachangestellte. Hat eine Stellenanzeige dich überzeugt, nutze das Vorstellungsgespräch, um herauszufinden, ob es wirklich die richtige Praxis für dich ist!

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Erfolgreiche Teamarbeit in der Zahnarztpraxis: Realistische Ansätze für den Alltag

Die täglichen Herausforderungen als ZFA

Den Behandlungsraum für den nächsten Patienten vorbereiten, gleichzeitig klingelt das Telefon, am Tresen wartet ein ungeduldiger Patient auf seine Rechnung, und der Zahnarzt fragt nach dem fehlenden Heil- und Kostenplan – der typische Vormittag einer ZFA ist geprägt von Multitasking und Zeitdruck. In dieser Hektik bleibt die Teamarbeit oft auf der Strecke.

Die Realität in vielen Praxen ist anspruchsvoll:

  • Personalmangel führt zu Mehrarbeit für alle
  • Vollgepackte Terminkalender lassen kaum Zeit für Absprachen
  • Hierarchien zwischen Praxisinhaber und Team sind oft starr
  • Unterschiedliche Charaktere treffen auf engstem Raum aufeinander
  • Stressige Situationen führen schnell zu Missverständnissen

Eine Umfrage unter ZFAs zeigte: 73% empfinden die Arbeitsbelastung in ihrer Praxis als „hoch“ oder „sehr hoch“, und 62% wünschen sich eine bessere Zusammenarbeit im Team.

Warum sich bessere Teamarbeit trotz allem lohnt

Bei all dem Druck mag man denken: „Für Teambuilding haben wir keine Zeit.“ Doch gerade im stressigen Praxisalltag kann eine bessere Zusammenarbeit den entscheidenden Unterschied machen:

Für dich als ZFA:

  • Weniger Reibungsverluste bedeuten weniger Stress
  • Kollegiale Unterstützung bei Überlastung
  • Mehr Spaß bei der Arbeit (und ja, das ist auch im ZFA-Beruf erlaubt!)
  • Geringeres Risiko für Burn-out
  • Bessere Chancen, pünktlich Feierabend zu machen

Für die Praxis insgesamt:

  • Weniger Fehler durch bessere Kommunikation
  • Zufriedenere Patienten durch entspanntere Atmosphäre
  • Reduzierter Krankenstand im Team
  • Geringere Fluktuation (und damit weniger Aufwand für Neueinstellungen)

5 realistische Ansätze für bessere Teamarbeit – auch in hektischen Praxen

1. Kurze, aber effektive Kommunikationsmomente nutzen

Lange Teamsitzungen sind in den meisten Praxen unrealistisch. Aber schon wenige Minuten können einen großen Unterschied machen:

Was tatsächlich funktioniert:

  • 5-Minuten-Besprechung vor Praxisöffnung: Nur die wichtigsten Infos zum Tag – besondere Patienten, Urlaubsvertretungen, defekte Geräte
  • Behandlungsübergabe im Flur: Wenn der Zahnarzt zwischen zwei Behandlungsräumen wechselt, reichen oft 30 Sekunden für das Wichtigste
  • Digitale Notizen: Eine gemeinsame WhatsApp-Gruppe für schnelle Infos (unter Beachtung des Datenschutzes – keine Patientennamen!)

Aus der Praxis: „Bei uns hängt ein Whiteboard im Personalraum. Wer etwas Wichtiges mitzuteilen hat, schreibt es dort auf. So verpassen wir nichts, ohne ständig Meetings abhalten zu müssen.“ – Melanie R., ZFA aus einer 3-Behandler-Praxis

2. Mit kleinen Schritten die Rollenverteilung klarer gestalten

In vielen Praxen ist nicht eindeutig geklärt, wer wofür zuständig ist. Das führt zu Doppelarbeit oder dazu, dass Aufgaben liegen bleiben.

Pragmatische Lösungen:

  • Einfache Checklisten für wiederkehrende Aufgaben wie Behandlungszimmer einrichten oder Tagesabschluss
  • Farbige Magnete an einer Tafel, die zeigen, wer heute welchen Bereich betreut
  • Rotation der unbeliebten Aufgaben, damit nicht immer dieselbe Person den „schwarzen Peter“ zieht

Aus dem echten Leben: „Früher gab es ständig Diskussionen, wer die Bestellungen macht oder den Sterilisator ausräumt. Jetzt haben wir einen simplen Wochenplan, und jeder weiß, wann er dran ist. Hat uns vielleicht 15 Minuten gekostet, den zu erstellen, und spart täglich Ärger.“ – Thomas K., ZFA in einer Gemeinschaftspraxis

3. Konflikte anders angehen – ohne große Aussprachen

Konflikte gehören zum Arbeitsalltag, besonders wenn man unter Druck steht. Die meisten Praxen haben weder Zeit noch Ressourcen für ausführliche Konfliktgespräche oder externe Moderatoren.

Was im Praxisalltag umsetzbar ist:

  • Die 24-Stunden-Regel: Bei Ärger erstmal eine Nacht drüber schlafen – vieles relativiert sich
  • Konkretes ansprechen statt Person kritisieren: „Wenn die Instrumente nicht vollständig sind, muss ich unterbrechen“ wirkt besser als „Du bist immer so schlampig“
  • Dritte Person als Puffer: Bei tieferen Konflikten kann eine neutrale Kollegin vermitteln

Ehrliche Stimme: „In unserer Praxis gibt es seit Jahren Spannungen zwischen zwei Kolleginnen. Große Aussprachen haben nichts gebracht. Was funktioniert hat: Wir haben ihre Arbeitszeiten so angepasst, dass sie seltener zusammenarbeiten müssen. Nicht ideal, aber pragmatisch.“ – Anonym, ZFA aus einem MVZ

4. Wertschätzung im Alltag – auch ohne großes Budget

Studien zeigen, dass Anerkennung einer der wichtigsten Faktoren für Arbeitszufriedenheit ist. Doch nicht jede Praxis kann Boni oder teure Teamevents finanzieren.

Bodenständige Ansätze für mehr Wertschätzung:

  • Konkretes Lob im Vorbeigehen: „Die Abrechnung gestern war super, danke!“
  • Kleine Aufmerksamkeiten: Ein Kaffee mitgebracht für die Kollegin, die früh anfangen musste
  • Flexible Unterstützung: Bei Familiennotfällen einspringen, wenn möglich
  • Fachliche Anerkennung: Die speziellen Kenntnisse der Kolleginnen (z.B. in Abrechnung oder Prophylaxe) würdigen

Realistisches Beispiel: „Unser Chef ist nicht der Typ für große Lobreden. Aber wenn er sieht, dass wir unter Druck stehen, bestellt er manchmal Pizza für alle. Diese kleine Geste zeigt, dass er unseren Einsatz sieht.“ – Jana M., ZFA aus einer Kleinstadt-Praxis

5. Praxisabläufe gemeinsam verbessern – ohne aufwändige Workshops

Komplizierte Prozessoptimierungen mit Flowcharts und mehrstündigen Workshops sind im ZFA-Alltag unrealistisch. Trotzdem kann man Abläufe verbessern:

Was tatsächlich funktioniert:

  • Probleme sammeln: Ein einfacher Zettel in der Küche, auf dem jeder notieren kann, was nicht rund läuft
  • 10 Minuten nach Feierabend: Einmal im Monat kurz einen Punkt ansprechen und direkt entscheiden
  • Einfach mal ausprobieren: Neue Ideen für 1-2 Wochen testen, ohne große Diskussionen

Aus der Praxis für die Praxis: „Wir hatten ständig Chaos bei den Röntgenaufnahmen. Statt langer Diskussionen haben wir einfach Farbmarkierungen für die verschiedenen Zahnärzte eingeführt. Hat nicht alle Probleme gelöst, aber 80% – und mehr braucht es oft nicht.“ – Stefanie W., ZFA und Röntgenbeauftragte

Unterschiedliche Praxistypen – unterschiedliche Teamdynamiken

Nicht jede Zahnarztpraxis funktioniert gleich. Je nach Größe und Struktur ergeben sich unterschiedliche Herausforderungen für die Zusammenarbeit:

Die kleine Familienpraxis (1-2 Behandler)

Typische Situation:

  • Enger persönlicher Kontakt zwischen allen
  • Oft familiäre Atmosphäre, aber manchmal auch familiäre Konflikte
  • Jeder muss alles können

Fokus für bessere Teamarbeit:

  • Klare Abgrenzung zwischen persönlichen und beruflichen Themen
  • Gegenseitiges Aushelfen über Zuständigkeitsgrenzen hinweg
  • Regelmäßiger kurzer Austausch in den Pausen

Die mittelgroße Praxis (3-5 Behandler)

Typische Situation:

  • Erste Spezialisierungen unter den ZFAs
  • Bildung von „Grüppchen“
  • Herausforderung, den Informationsfluss zwischen allen sicherzustellen

Fokus für bessere Teamarbeit:

  • Kurze, aber regelmäßige Teambesprechungen
  • Klare Zuständigkeiten mit Plan B bei Ausfällen
  • Bewusste teamübergreifende Aktivitäten

Das große MVZ/Die Praxiskette

Typische Situation:

  • Hochgradige Spezialisierung
  • Oft mehrere Hierarchie-Ebenen (Praxismanagement, Teamleitung etc.)
  • Anonymere Atmosphäre

Fokus für bessere Teamarbeit:

  • Feste Ansprechpartner definieren
  • Digitale Kommunikationstools sinnvoll nutzen
  • Kleinere Teams innerhalb der Großstruktur bilden

5 Sofort-Maßnahmen für deinen nächsten Arbeitstag

Du möchtest etwas verbessern, hast aber weder Zeit noch Einfluss für große Veränderungen? Diese kleinen Schritte kann jede ZFA sofort umsetzen:

  1. Biete aktiv Hilfe an, wenn du siehst, dass eine Kollegin im Stress ist – auch wenn es „nicht dein Bereich“ ist
  2. Sprich ein konkretes Lob aus für etwas, das eine Kollegin heute gut gemacht hat
  3. Frage nach, wenn Anweisungen unklar sind, statt zu raten und später Fehler zu korrigieren
  4. Nimm dir 2 Minuten Zeit, um einen Verbesserungsvorschlag zu notieren, der dir schon lange im Kopf herumgeht
  5. Bring einen Snack mit und teile ihn mit den Kolleginnen – gemeinsames Essen verbindet

Fazit: Realistische Teamarbeit in der Zahnarztpraxis

Perfekte Teamarbeit in der Zahnarztpraxis bleibt oft ein Ideal – der Alltag ist zu hektisch, die Ressourcen zu knapp für umfassende Teambuilding-Programme. Doch selbst kleine Verbesserungen können den Arbeitsalltag spürbar angenehmer machen.

Die gute Nachricht: Du musst nicht auf den Chef oder externe Berater warten, um erste Schritte zu gehen. Oft reichen kleine Gesten und Verhaltensänderungen, um die Atmosphäre in der Praxis zu verbessern.

Probiere die genannten Ansätze aus und finde heraus, was in deiner spezifischen Praxissituation funktioniert. Denn am Ende des Tages verbringst du einen Großteil deiner Lebenszeit mit deinen Kolleginnen und Kollegen – da lohnt sich jede noch so kleine Verbesserung.

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Wie wird man DentalhygienikerIn? – Erfahrungsbericht

Verfolge selbstbewusst den Weg deiner Träume

Als ich 2009 die Ausbildung zur Zahnmedizinischen Fachangestellten (ZFA) startete, war mir nicht klar, welche Aufstiegsmöglichkeiten dieses Berufsbild bietet. Ich beendete nach 2 ½ Jahren erfolgreich meine Ausbildung und fing an erste Erfahrungen in der Prophylaxebehandlung zu sammeln. Dazu absolvierte ich einen Kurs mit dem Thema „Individual Prophylaxe bei Kindern“. Mir machte das selbstständige Arbeiten am Patienten viel Spaß und ich spürte, dass ich mehr Verantwortung wollte.

So kam es, dass ich mich für die Aufstiegsfortbildung zur ZMP – Zahnmedizinische ProphylaxeAssistentin interessierte. Ich besuchte einen Prophylaxe Basiskurs und startete 2014 berufsbegleitend die 6-monatige Aufstiegsfortbildung in München. Ich war begeistert und wusste, das ist meine Berufung! Ich eignete mir ein Fachwissen an, lernte die Grundlagen der professionellen Dentalhygiene kennen und sammelte unter anderem erste Erfahrungen in der therapeutischen Betreuung von Karies und parodontalen Erkrankungen. Ich begann das erste Mal, Dinge die ich tagtäglich in der Zahnarztpraxis durchgeführt hatte, genauestens zu verstehen. Ich konnte schwierige Fragen der Patienten beantworten, wurde selbstbewusster und mein Gehalt stieg an.

Zu diesem Zeitpunkt hatte ich die Fertigkeit erlernt Patienten mit Zahnfleischentzündungen zu behandeln. Es gibt aber deutschlandweit ungefähr 11,5 Mio. Patienten mit parodontal schweren Problemen. Durch den demografischen Wandel steigt der Behandlungsbedarf älterer, multimorbider Patienten. Genau hier hatte mir Fachwissen gefehlt und die Fertigkeit der Bearbeitung entzündlicher Wurzelareale war kein Lehrinhalt der Aufstiegsfortbildung zur ZMP. Da Behandlungsbedarf vorhanden war und ich nur mit gewissem Know-How Patienten behandeln möchte, stand meine Entscheidung fest. Ich möchte den nächsten Schritt auf der Qualifikationstreppe erreichen, ich werde Dentalhygienikerin! Die Motivation dazu entwickelte sich intrinsisch. Meine Bezugspersonen und meine Kursleitung bekräftigten mich in meiner Entscheidung! Man muss nämlich dazu sagen, dass mein damaliger Chef die fundierte Wissensübermittlung zur Dentalhygienikerin nicht primär forderte. Das ist leider gar nicht so unüblich.

Ich startete demnach direkt im Anschluss zur ZMP, im Jahr 2015 das duale Studium „Dentalhygiene & Präventionsmanagement“ in Köln. Es begann ein neues Kapitel. Über einen Zeitraum von vier Semestern lebte ich eine Woche im Monat mit 4 Kommilitoninnen gemeinsam in einer Jugendherberge in Köln. Ich fuhr regelmäßig mit dem Zug von München nach Köln, arbeitete nebenbei noch Vollzeit in der Zahnarztpraxis. Das Studium vermittelte mir evidenzbasierte Inhalte der Parodontologie und Prävention. Ich eignete mir Kompetenzen in Kommunikation, Personalführung und Patientenberatung an, erweiterte meine medizinischen Kenntnisse & Fertigkeiten und profitierte auch persönlich durch Bereicherung des eigenen Handelns und Denken. Während des Studiums musste ich ein Berichtsheft führen, regelmäßig Patienten behandeln, Präsenzveranstaltungen besuchen, verschiedene Hausarbeiten schreiben, englische Studien lesen und schlussendlich eine Bachelor Arbeit schreiben. 2017 verteidigte ich meine Bachelor Arbeit mit dem Thema „Supplementierung von Nahrungsergänzungsmitteln“ erfolgreich. Danach arbeitete ich Vollzeit als Dentalhygienikerin, mein Gehalt & mein Verantwortungsbereich stieg erneut an, hochmotiviert wendete ich das erlernte an meinen Patienten an und therapierte unter Delegation Parodontalerkrankungen.

Ich merkte schnell, ich brauche eine neue Herausforderung! Ich möchte Fachpersonal auf dem Weg zur Dentalhygieniker/in coachen. Schon während des Studiums spielte ich mit diesem Gedanken … 2018 bekam ich dann die Möglichkeit, bei einem Institut für Weiterbildung als Dozentin für Dentalhygiene anzufangen. Ich war dankbar über diese Chance und nahm die Herausforderung mit voller Motivation an, wechselte die Zahnarztpraxis und fing an, hauptberuflich als Dozentin und nebenberuflich einmal wöchentlich als Dentalhygienikerin in einer Zahnarztpraxis zu arbeiten. Seither genieße ich die flexible Arbeit als Dozentin, reise viel durch Deutschland und Österreich, bilde ZMPs in München aus, sitze im Prüfungsausschuss bei den Dentalhygieniker/innen (DH) und teile meine Erfahrungen und mein Wissen mit den motivierten Teilnehmern.

Für mich sind Zähne meine Berufung. Deshalb habe ich auch privat auf Instagram @_nicetosmile_ einen Zahnpflege Account entwickelt. Schaut gern vorbei und lasst ein Abo da! Ich hoffe, ich habe Euch für eine Qualifikation motivieren können und konnte Euch zeigen, dass durch Fleiß, Begeisterung, Positivität und Disziplin jeder selbstbewusst zum Ziel kommen kann!

Live the Life you have imagined!